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"...Viele Kirchgemeinden müssen das musikalische Erlebnis verbessern.
Wenn die Kirchen so läuten, dass die Bewohner die Fenster schliessen, sind die Glocken zu laut, und ihr Klang ist unangenehm..."

Glockenexperte Matthias Walter in der Zeitschrift 'Sonntag'.
Glockenexperte Matthias Walter in der Zeitschrift 'Sonntag'.

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Glockenschläge beruhigen sagt Ex-Schweizergardist Christof Eberle  
7. Juni 2010
Quelle: Tagblatt (Leserbriefe)

Der ehemalige Schweizergardist Christof Eberle behauptet in seinem Leserbrief allen Ernstes dass die nächtlichen Weckschläge vielleicht auch etwas 'Beruhigendes' an sich haben.

"...Ich masse mir an, zu wissen, wovon ich schreibe: Als ehemaliger Schweizergardist arbeitete und schlief ich in unmittelbarer Nähe des Glockenturms von St. Peter in Rom. Die Glocke in diesem Turm ist wirklich gross und laut und sie läutet 24 Stunden am Tag, jede Viertelstunde. Nach einer kurzen Eingewöhnung störte mich der nächtliche Stundenschlag überhaupt nicht mehr... 
Warum muss Herr Eberle sich erst an das Glockengebimmel "gewöhnen"? Etwas das wirklich schön ist, kann man doch einfach sofort geniessen...!

...Haben die «Antinachtglockisten» vielleicht Angst vor dem Lauf der Zeit oder Angst vor dem Altern? Kann das regelmässige Schlagen der Stunde nicht auch beruhigend sein? Eine symbolische Konstante in diesen stürmischen Zeiten?...
Lärm soll beRUHigend sein? Seit wann führen laute Geräusche denn zur Ruhe?!

Die Zeit wird übrigens viertelstündlich geschlagen und das 24 Stunden pro Tag. Ferner haben wir keine Angst vor einem ruhigen Lebensabend im Alter - viele Menschen scheinen allerdings die Stille nicht mehr aushalten zu können...

...Im Golf von Mexiko wird das Meerwasser nach und nach durch Öl ausgetauscht, im Nahen Osten geht weiterhin alles drunter und drüber. Ein ganzes Land wurde von einem Erdbeben quasi in die Steinzeit zurückkatapultiert und überhaupt sind auf dem ganzen Rest der Welt so viele Menschen in Not – Menschen, die vermutlich froh wären, wenn sie eine Glocke als Zeichen des Friedens und der Hoffnung läuten hören würden, auch in der dunkelsten Nacht. Als beruhigendes Zeichen, dass es da draussen auch noch etwas anderes gibt, etwas, was grösser ist als wir Menschen!..."
Menschen in Not brauchen kein Glockengebimmel als "Zeichen des Friedens und der Hoffnung" sondern konkrete und praktische Hilfe!

Etwas was grösser ist als wir Menschen ist doch wohl eher die Stille. Ein allmächtiger Gott hat es sicherlich nicht nötig dass wir so einen Lärm für ihn veranstalten und mit den nächtlichen Weckschlägen die Nacht zum Tag machen.

(Christof Eberle, 9032 Engelburg) Ganzer Leserbrief von Christof Eberle.

Eberle schrieb den Leserbrief in Reaktion auf diesen Leserbrief von einer Münchnerin (2. Juni 2010) :

...und zwar die ganze Nacht

Das Essen war lecker, die Menschen freundlich, der Wein phantastisch, die Natur genial. Ein Besuch in Oberriet im Rheintal erfreute meinen Gaumen und mein Gemüt. Müde und glücklich lag ich in meinem Bett, als es unüberhörbar und aufdringlich läutete. Ich döste trotzdem ein, aber bevor ich einschlafen konnte, erschallten die nächsten Glockenschläge.

Ich staunte. Das konnte doch nicht sein, es ist kurz vor Mitternacht und jede Viertelstunde wird die Zeit geschlagen. Doch… es ist so, und zwar die ganze Nacht, je später, desto mehr Schläge. Ich konnte nicht schlafen, erst gegen 5 Uhr morgens fiel ich erschöpft in einen kurzen Schlaf.

Auf meine Frage, warum denn die Glocken nachts die Zeit schlagen, bekam ich die Antwort: «Das war schon immer so. Und nach einer Woche habe man sich daran gewöhnt. Dann höre man es nicht mehr.» – aber was nützt es dann überhaupt noch?!

Ich habe das nicht weiter ausprobiert und keine zweite Nacht dort verbracht. Auch wenn ich meinen Freund in St. Gallen besuche, ist ein gesunder Schlaf nahezu unmöglich. Dort schlägt eine Kirche die Zeit sogar 5 Minuten vor jeder Viertelstunde an!

(Angela Mennerich - 80686 München)

 
 
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