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Bundesgerichtsentscheid von 1919
Bundesgerichtsentscheid von 1919

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Dröhnende Glockenspiele in Wohngebieten verboten.  
30. Mai 2006
Quelle: Marlaktuell.de

Dröhnende Glockenspiele sind in allgemeinen Wohngebieten nicht erlaubt.
Das berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.anwaltshotline.de) und verweist auf ein aktuelles Urteil des Verwaltungsgerichts Minden (Az. 9 K 108/06). Die Richter haben die ostwestfälische Stadt Lage verpflichtet, einer Seniorenresidenz den Betrieb ihres Glockespiels zu untersagen.

Einmal täglich erklingen bislang die zwölf Glocken des drei Meter hohen Glockenspiels im Garten der Seniorenresidenz. Das Altenheim liegt in einem allgemeinen Wohngebiet. Nach ersten Beschwerden der Anwohner hatte die Stadt Lage den Betrieb des Glockenspiels an Sonn- und Feiertagen untersagt. Doch auch an den Werktagen fühlten sich die Nachbarn durch das Bimmeln genervt. Bei den Mindener Richtern stießen sie mit ihrer Klage auf offene Ohren.

Nach der Entscheidung darf das Glockenspiel nicht weiter betrieben werden. Messungen hatten ergeben, dass die Lautstärke des Glockenspiels im Schnitt 70 Dezibel beträgt – erlaubt sind in einem allgemeinen Wohngebiet aber nur 55 Dezibel.

Deshalb kommt es nach dem Richterspruch auch nicht darauf an, dass die Glocken nur einmal täglich erklingen.
„Das laute Geläut von Kirchenglocken ist dagegen aber auch in Wohngebieten zulässig“, ergänzt Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer von der Anwaltshotline. Denn der Klang von Kirchenglocken gelte nach der Rechtsprechung als sozialadäquat und sei deshalb hinzunehmen.

Glockenlärm ist also "sozialadäquat"?!

 
 
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