IG Stiller - www.nachtruhe.info
Das Wort "Glocke" kommt in der Bibel nicht vor!
"Läute dem Herrn und warte auf ihn" suchen wir darin vergebens.

Wir finden aber:
"Sei stille dem Herrn und warte auf ihn."

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Ein Käfig voller Narren  
21. Juli 2005

Tatort Gossau ZH.
Zwei Personen, die einen Steinwurf vom Kirchturm entfernt
wohnen, verlangen vom Gemeinderat, dass er der reformierten Kirchenpflege den Zeitschlag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verbietet. Der Gemeinderat lehnte ab, das angerufene Verwaltungsgericht lehnte ab. Jetzt liegt die Akte Glockenschlag beim Bundesgericht.

Tatort Wiesendangen ZH.
Auf Weisung des Verwaltungsgerichts muss der Gemeinderat
eine amtlich anerkannte Lärmmessung durchführen. Auch hier stört sich ein Anwohner am Glockengeläut.

Tatort Zürich.
Im Stadtquartier Altstetten hat eine Anwohnerin die Polizei eingeschaltet, weil die reformierte Kirche auch nachts die Zeit kundtut. Die Beamten nahmen Lärmmessungen vor und empfahlen der Kirchgemeinde, zwischen 22 und 7 Uhr auf den Glockenschlag zu verzichten. Nicht mit uns, sagten sich die Mitglieder der Kirchenpflege und lassen weiter läuten.

Glücklich das Land, in dem die Menschen keine andern Sorgen haben. Wie wärs mit mehr gegenseitiger Rücksichtnahme?
Oder bösartig gefragt: Ist die Welt etwa doch ein Käfig voller Narren?
Und wohnen diese Narren in der Nähe von Kirchtürmen - sitzen sie in der Kirchenpflege?
(Die Narren sitzen in der Kirchenpflege!)

BLICK Von Hanspeter Peyer, stv. Chefredaktor

(Angaben zu den drei "Tatorten" aus dem TagesAnzeiger vom 20. Juli 2005)

 
 
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