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"Der Lärm schützt uns vor peinlichem Nachdenken,
er zerstreut ängstliche Träume,
er versichert uns, dass wir ja alle zusammen seien und ein solches Getöse veranlassen, dass niemand es wagt, uns anzugreifen..."

Carl Gustav Jung
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Gericht läutet neue Runde im Glockenstreit von Geiselhof ein  
24. März 2006
Quelle: Donau.de / Mittelbayerische

Ob die Glocke in der Dorfkapelle St. Walburga in Geiselhof (Gemeinde Freudenberg) in Zukunft zum Gebet läuten darf oder nicht, bleibt unklar. Gestern verkündete das Amtsgericht, dass es erst einmal einen Sachverständigen einschalten wird.

Das Glöckchen in der Dorfkapelle darf nicht mehr dreimal täglich jeweils zwei Minuten lang zum Gebet läuten, bei Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld bis zu 250000 Euro: So lautete das Urteil des Amtsgerichts Amberg im vergangenen Jahr. Vier von insgesamt 14 Familien am Ort hatten wegen Lärmbelästigung durch die Kirchenglocken geklagt. Der Anwalt des Kapellenbauvereins, Franz Flammersberger, legte Berufung gegen dieses Urteil ein. So ging der Fall in eine neue Runde. Der Fall wurde wieder aufgerollt.

Gestern erhofften sich sowohl Kläger als auch Verteidiger der Kirchenglocke ein endgültiges Urteil – vergeblich. Richter Dr. Stefan Täschner verkündete zwar einen Entschluss, allerdings einen, nach dem beide Streitparteien den Gerichtssaal sehr unzufrieden, um nicht zu sagen wütend verließen.Der Fall wird in die dritte Runde gehen.

Täschner wird erst einmal einen Sachverständigen einzuschalten, der den Lärmpegel in Geiselhof messen soll. Es hängt nun also alles davon ab, ob der Klang der Kirchenglocke den maximal erlaubten Lärmpegel überschreitet oder nicht. Dieses Gutachten wird mindestens 2500 Euro kosten. Diese Summe müssen zunächst die klagenden Familien übernehmen, sie „werden dann bei einem endgültigen Urteil auf die Verlierer des Verfahrens übertragen“, so Täschner.

 
 
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