IG Stiller - www.nachtruhe.info
"Jedem edlen Ohr Kommt das Geklingel widrig vor.
Und das verfluchte Bim-Bam-Bimmel,
Umnebelnd heiteren Abendhimmel,
Mischt sich in jegliches Begebnis,
Vom ersten Bad bis zum Begräbnis,
Als wäre zwischen Bim und Baum
Das Leben ein verschollner Traum."

Johann Wolfgang Goethe (in Faust)
Johann Wolfgang Goethe (in Faust)

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Glocken sind kunstvolle Musikinstrumente  
18. Juli 2005
Quelle: Impuls, 7-8/2005


Seit Jahrhunderten erklingen die Glocken festlich über unser Land.
"Seit Jahrhunderten". Was aber wurde aus der wesentlich älteren (früher noch allgemein geschätzten) Tradition der Nachtruhe?

"Festlich" klingen sie leider nicht:

"...Viele Kirchgemeinden müssen das musikalische Erlebnis verbessern.
Wenn die Kirchen so läuten, dass die Bewohner die Fenster schliessen, sind die Glocken zu laut,
und ihr Klang ist unangenehm..."

Glockenexperte
Matthias Walter in der Zeitschrift 'Sonntag'.


Unsere Städter und Dörfer wären ärmer, wenn es die Glocken nicht geben würde, wir wären aber erschreckend arm, wenn wir überhaupt Gottes eingeladenden Ruf nicht hören könnten und auch dazu bereit wären, auf Glocken verzichten zu wollen.

Gottes eingeladenen Ruf kann man leider bei dem Lärm nicht mehr hören. Ferner kommt das Wort 'Glocke' in der Bibel nicht vor -
es handelt sich also nicht um "Gottes eingeladenen Ruf"...


Ferner wird es die Glocken auch weiterhin geben; aber ist der Tag nicht viel besser geeignet dem Geläut zu lauschen?
Die meisten möchten während der Nachtruhe lieber schlafen.

Diese Worte des Erfurter Bischofs Joachim Wanke können uns nachdenklich machen.
Tatsächlich machen uns diese Worte nachdenklich...
Bischof Joachim Wanke muss dringend nochmals über die
(das Buch der) Bücher!

Leider gibt es heute viele Stimmen, richtig: es gibt immer mehr!
die in den Glocken nicht das edle Musikinstrument und Rufer Gottes sehen und hören, sondern eher Ruhestörer und Belästigung.

Exakt! Glockengeläut während den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten ist eine Ruhestörung und eine Belästigung:
Babies können nicht richtig schlafen; Kranke nicht gesund werden; Tinnitus kann verschlimmert, oder gar ausgelöst werden; Touristen verlassen unser Land; konzentriertes Arbeiten wird verunmöglicht usw...!

Wenn die Glocken einmal läuten, dann läutet es für jene nicht,
sondern es werden Kirchensteuern in die Luft gebimmelt.
Korrekt erkannt - Kirchensteuern werden, anstatt für wirklich christliche Anliegen, zur staatlich-kirchlich Zwangsbeschallung verwendet!

Oft beklagen sich gerade jene Anwohner, welche eben in eine neue Wohnung in der Nachbarschaft zu einer Kirche ziehen, ganz mit dem Wissen, dass neben ihrem Zuhause auch eine Kirche mit Glocken auf dem Turm steht.
In "die Nachbarschaf einer Kirche zu ziehen" ist nicht wirklich möglich: Kirchen sind (vorallem in der Ostschweiz) allgegenwärtig. Und, die Glockentürme sind so positioniert, dass ein Entkommen nicht möglich ist.

Nicht selten können Glocke und Mensch nicht in friedlicher Nachbarschaft miteinander leben.
Friedliche Nachbarschaft ist möglich: Dazu sind die Verantwortlichen eingeladen, sich wieder an die von Gott verlangte Nächstenliebe zu halten und während den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten ihre Mitmenschen eben einfach nur ruhen lassen!

Kath. Kirchgemeinde Wil
Fabian Thürlemann
ETH-Student

Schützenhilfe bekommt Pfarrer Gemperli von ETH-Student
Fabian Thürlemann


Herr Thürlemann, was auch immer Glocken sind - bestimmt sind sie keine Musikinstrumente!

Musikinstrumente werden nach wie vor von Hand gespielt - nicht von roboterartigen, seelenlosen Maschinen.

 
 
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