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"...Viele Kirchgemeinden müssen das musikalische Erlebnis verbessern.
Wenn die Kirchen so läuten, dass die Bewohner die Fenster schliessen, sind die Glocken zu laut, und ihr Klang ist unangenehm..."

Glockenexperte Matthias Walter in der Zeitschrift 'Sonntag'.
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Glocken sollen nachts schweigen  
3. März 2008
Quelle: Szonline.ch

Der Regierungsrat weist die Katholische Kirchgemeinde Günsberg an, das Frühgeläut auf 7 Uhr zu verschieben und den Nachtglockenschlag zwischen 22 und 7 Uhr abzustellen. Das letzte Wort hat die Kirchgemeindeversammlung.

Ein Günsberger Einwohner ärgert sich seit Jahren über die Lautstärke der Kirchenglocken. Er fordert die Verschiebung des Frühgeläutes von heute 5.30 auf neu 7 Uhr und will die Kirchenglocken auch nachts verstummen lassen. Der Streit zwischen dem Anwohner der Kirche und der katholischen Kirchgemeinde zieht sich auf offizieller Ebene bereits seit 2004 hin. Mehrere Gremien haben schon darüber beraten – zum Teil auch die falschen.
Mitte August 2006 hat der Regierungsrat klargemacht, dass die Baukommission der Einwohnergemeinde für die Beurteilung zuständig ist. Ein Entscheid der Baukommission wurde von der katholischen Kirchgemeinde aber angefochten. Deshalb musste der Regierungsrat jetzt entscheiden.

Zugunsten des Anwohners

Schon im Sommer 2005 wurde das Kirchgeläut von fünf auf drei Minuten verkürzt. Das Sonntagsgeläut von acht auf sechs Minuten. Damit wollte die Kirchgemeinde dem lärmgeplagten Anwohner entgegenkommen. Das Frühgeläut ertönte aber weiterhin um 5.30 Uhr und nachts schlagen die Kirchenglocken alle Viertelstunde.

Das war für den Anwohner nicht genug. Er beharrte auf der Nachtruhe, die auch vom Glockengeläut eingehalten werden sollte. Der Regierungsrat weist die Kirchgemeinde nun an, dem Begehren des Anwohners nachzukommen.

«Ich bin nicht in allen Punkten mit der Argumentation des Regierungsrates einverstanden», erklärt Thomas Hilger, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Günsberg. Trotzdem empfiehlt der Kirchgemeinderat der Kirchgemeindeversammlung, keine Beschwerde gegen den Regierungsratsbeschluss einzureichen, das Urteil zu akzeptieren und die Weisungen umzusetzen.

Der Grund dafür ist vor allem ein finanzieller. Schon jetzt muss die Kirchgemeinde Kosten in der Höhe von mehreren tausend Franken tragen. Anwaltskosten, Verfahrenskosten und zusätzlich eine Parteientschädigung. «Wenn wir weiterziehen, dann kostet dies schnell nochmals mehrere tausend Franken, und wir müssten die Kirchgemeindesteuer wohl erhöhen», meint Hilger...

Ganzer Bericht aus der Szonline.ch

 
 
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