IG Stiller - www.nachtruhe.info
"Ich würde die lasche, viel zu tolerante Haltung gegenüber dem nächtlichen Kirchenglockengebimmel in meiner Nachbarschaft ändern."

Kuno Lauener (Schweizer Sänger von 'Züri West')
Kuno Lauener (Schweizer Sänger von 'Züri West')

Sind Sie im Lärmschutz tätig?

Hier könnte Ihre Werbung stehen!

Kontaktieren Sie uns

Glockengeläut - kein Ärgernis  
8. Mai 2006
Quelle: NZZ

Ergebnisse einer Umfrage beim Balgrist

Sind Kirchenglocken vertraute oder störende Klänge?

Dieser Frage geht die reformierte Kirchenpflege Balgrist derzeit nach. Nachdem sich zwei Anwohner über das Glockengeläut beklagt hatten, befragte die Stadtzürcher Kirchgemeinde Balgrist ihre Mitglieder. Von 1102 Fragebögen wurden 323 zurückgeschickt. Die evangelischen Quartierbewohner konnten im Fragebogen das Glockengeläut sowie den Stunden- und Viertelstundenschlag den Kategorien «angenehm», «stört nicht» oder «stört» zuordnen.

Falls der Klang als störend empfunden wird, mussten sie ankreuzen, um welche Zeit das zutrifft. Ausserdem mussten die Befragten präzisieren, wie weit entfernt sie vom Kirchenturm wohnen. Das Läuten vor und nach dem Gottesdienst wurde bewusst nicht in Frage gestellt, da es fester Bestandteil der Kirchentradition sei.

An der Kirchgemeindeversammlung vom Sonntag informierte Kirchenpflegepräsidentin Sylvia Stadler Langhart über die Ergebnisse der Umfrage und ihre Konsequenzen: Eine deutliche Mehrheit stört sich nicht am Glockengeläut. 94 Prozent der Befragten finden es angenehm oder nicht störend;
Wenn man die viertelstündlichen Weckschläge als "nicht störend" empfindet (wahrscheinlich weil Menschen mit gutem Schlaf nachts eben einfach schlafen...) wozu dienen sie dann?

beim Stunden- und Viertelstundenschlag sind es knapp 88 Prozent. Trotzdem will die Kirchenpflege nach Lösungen suchen, denn immerhin stören sich 19 Personen an der Tageseinteilung und 39 Personen am Stunden- und Viertelstundenschlag; der grösste Teil dieser Anwohner lebt weniger als 200 Meter vom Turm entfernt.
Als Folge werden in den nächsten Monaten Massnahmen geprüft, um einen angenehmeren Klang zu erzielen. Dabei soll geklärt werden, ob es Möglichkeiten gäbe, den Kirchturm einzuhausen.
Nachts abstellen wäre für uns SteuerzahlerInnen wesentlich billiger als den Kirchturm einzuhausen und erst noch wirksamer.

Stadler Langhart glaubt, dass die Kirchgemeindeversammlung diesen Massnahmen Unterstützung zusprechen würde, da das einvernehmliche Zusammenleben im Quartier hohe Priorität habe. Da bisher nur die Kirchgemeindemitglieder befragt wurden, sei man bereit, eine Veranstaltung durchzuführen, um auch die anderen Anwohner zu erreichen.
Die Nachtruhe muss geschützt werden - weitere Umfragen machen keinen Sinn.

 
 
Realisierung: RightSight.ch