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"Alle religiösen Bauten müssen gleich behandelt werden. Das heisst auch, dass in Zukunft entweder der Ruf des Muezzins ertönen darf oder die Kirchenglocken verstummen müssen. Ich persönlich würde letzteres vorziehen."

Stefan Mauerhofer (Co-Präsident Schweizer Freidenker)
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Pressemitteilung IG Stiller : Nächtliches Herdengeläut im Siedlungsgebiet chancenlos vor Bundesgericht  
17. August 2015
Quelle: IG Stiller - Pressemitteilung

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IG Stiller

Pressemitteilung vom August 2015

Nächtliches Herdengeläut im Siedlungsgebiet: Keine Chance vor Bundesgericht

Wie 20 Minuten am 15.August 2015 berichtete will Manuel Zwischenbrugger (37) aus Wald ZH wenn nötig bis vors Bundesgericht («Für die Kuhglocken gehe ich bis ans Bundesgericht») für seine Kuhglocken kämpfen: «Es geht nicht nur um mich – es betrifft alle Bauern.»

Kommentar IG Stiller:
Bauer Manuel Zwischenbrugger hat keine Chancen. Schon 1919 hat das Bundesgericht einen entsprechenden Fall aus Frauenfeld negativ beurteilt. In den siebziger Jahren wurde dies einem anderen Fall aus Speicher AR bestätigt: Nächtliches Herdengeläut muss im Siedlungsgebiet nicht akzeptiert werden.

61. Urteil der II Zivilabteilung vom 30. September -1919.i. S . .Altermatt gegen Amann.
Im „Urteil der II Zivilabteilung des Bundesgerichtes vom 30. September 1919 in Sachen Altermatt gegen Ammann“ wurde wie folgt argumentiert: „Das Interesse des Klägers, auf seiner Liegenschaft zur Nachtzeit Vieh mit Glockengeläute Weiden zu lassen, kann nur als eine Liebhaberei betrachtet werden; denn der von ihm für die Notwendigkeit des Herdengeläutes in erster Linie angeführte Grund, die leichtere Überwachung des Viehs, fällt von vornherein ausser Betracht, weil die Vorinstanz festgestellt hat, dass das Algissergut eingefriedigt ist und mithin die Gefahr, dass die Kühe sich verlaufen, der durch das Geläute begegnet werden kann, nicht besteht.“


Bundesgericht: 101 II 248. 41. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom 29. Mai 1975 i.S. B. gegen Z.
1975 kam das Bundesgericht zu folgenden Schluss: "In teilweiser Gutheissung der Berufung wird das angefochtene Urteil des Obergerichts von Appenzell A. Rh., 2. Abteilung, vom 26. September 1974 in dem Sinne abgeändert, als dem Beklagten unter Androhung der Bestrafung nach Art. 292 StGB (Haft oder Busse) und der Zwangsvollstreckung bei Nichtbefolgung (zusätzlich) verboten wird, seinem Vieh beim Weiden auf den Parzellen Nr. 199 und 222 zur Nachtzeit, d.h. von 20.00 Uhr bis 07.00 Uhr, Treicheln, Schellen oder Glocken anderer Art umzuhängen; im übrigen wird das angefochtene Urteil bestätigt."
(Bundesgerichtsurteil Tierglocken 1975)

Mit stillen Grüssen

Nancy T. M. Holten - Pressesprecherin - nancy.holten@gmx.ch - Nachtruhe.info
Dr. Samuel Büechi - Sekretariat - sb@phytocon.ch -
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