IG Stiller - www.nachtruhe.info
"Die Schlafzyklen richten sich nicht nach der Uhrzeit, sondern nach der Einschlafzeit und dem inneren Rhythmus.
Somit werden im Laufe einer Nacht sicher alle Schlafstadien in ähnlichem Ausmass durch das Glockengeläut gestört."

Dr. med. Wolfgang Randelshofer

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Kontroverse Judikative des kantonalen Baudepartementes im Kanton Aarau in Lärmfragen  
24. April 2007

In Würenlos werten die Juristen des kantonalen Baudepartementes das Ruhebedürfnis einer Einzelperson höher ein als die Bedürfnisse von Sportvereinen, welche sich dafür einsetzen, dass sich die Jugend sinnvoll und gesund betätigt. Und dass dadurch Halbwüchsige weniger herumstreunen und von sinnlosen Vandalenakten abgehalten werden, wird in diesem Entscheid überhaupt nicht berücksichtigt. Kann man davon ausgehen, dass solche Schäden vorwiegend Firmen/Private und nicht den Kanton betreffen?

In Beinwil am See entscheiden die Juristen aus dem selben Departement fast gleichzeitig, dass das Interesse der Allgemeinheit (unter dem Deckmantel “Tradition”) bei Kirchenglocken höher zu werten sei als das Ruhebedürfnis einzelner Einwohner, welche viertelstündlichen Zeitschlägen während allen Nachtstunden ausgesetzt sind. Aus dem Entscheid ist auch Sarkasmus erkennbar: Der Antragsteller wird als einziger Aktenkundiger in Sachen Glockenlärm erwähnt. Auch zu den Akten gehört das Umfrageergebnis der Gemeinde, aus dem hervorgeht, dass sich 39% wenig bis massiv durch den Glockenlärm gestört fühlen. Dass dadurch von einem Einzelfall ausgegangen wird, spottet jedem rechtlichen Empfinden.

IG Stiller meint: Kontroverser können fast gleichzeitig gefällte Entscheide nicht ausfallen…

Aber es gibt auch andere Beispiele, z.B. Hr Furter:

Als ehemaliger Präsident der reformierten Kirchenpflege Suhr-Hunzenschwil bin ich mit dem Problem des nächtlichen Viertelstunden- und Stundenschlags hautnah konfrontiert worden.

Obwohl sich über 90 Prozent der Dorfbewohner von Hunzenschwil nach einer für alle Personen offenen, schriftlichen Umfrage für die Beibehaltung der traditionellen nächtlichen Zeitzeichen stark gemacht hatten, entschied sich die Kirchenpflege aus Rücksichtsnahme für die dem offenen Kirchturm sehr nahe wohnenden Einwohnerinnen und Einwohner - ohne Rücksicht auf ihre Konfession - von 22.00 bis 06.00 - die Zeitzeichen einzustellen.

Ohne Probleme, ohne Kirchenaustritte ... Auch an meinem gegenwärtigen Wohnort in Lenzburg pflegt man sowohl reformierter- wie auch katholischerseits den Verzicht beider Kirchen auf die Zeichen von 22.00 bis 06.00. Eine gute Lösung, die von allen akzeptiert wird, dem Frieden zu liebe. Dafür sind die tags stattfindenden Läuteordnungen allerseits kein Problem und werden als unbestritten erachtet.

Mit freundlichen Grüssen.
Herbert Furter, 11.10.2006

 
 
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