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"...Die Ohrenärzte sind beunruhigt von der Zunahme der Gehörschäden:
Für die schädlichen Wirkungen des Lärms ist die persönliche Einstellung weitgehend belanglos. Auch wer den Lärm 'nicht hört', wem er seiner Ueberzeugung nach 'nichts ausmacht', der wird, wie sich aus Experimenten zeigt, ungünstig beeinflusst..."

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Lärm ist eine Machtfrage (Von Sigliende Geisel)  
1. Juni 2010
Quelle: Kultiversum.de (Von: Oliver Heilwagen)

«Nur im Weltall ist es wirklich still»

Sieglinde Geisel, Kultur-Korrespondentin der «Neuen Züricher Zeitung», hat eine Kulturgeschichte des Lärms geschrieben. Sie kommt zu verblüffenden Einsichten: Lärm entsteht im Kopf - und stellt immer die Machtfrage. Ein Brevier für Geräuschgeplagte.

Dazu Sigliende Geisel:

Wenn ich annehme, dass es Gott gibt, muss ich auch seine Stimme akzeptieren, und dann werde ich auch sofort zuhören. Er verschafft sich Zugang zu meinem Herzen über die Ohren; ein Organ, dass man nicht verschließen kann. Das reicht bis zu den Kirchenglocken. In einer Gesellschaft gläubiger Menschen würde es niemandem einfallen, das Läuten der Glocken als Lärm zu bezeichnen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Kirche Macht hat. In unserer Gesellschaft, die weitgehend säkular ist, finden wir, dass die Kirchenglocken am Sonntag Lärm sind. Wir wollen ausschlafen und gestehen der Kirche eben nicht diese Lärmlizenz zu. Weil wir uns nicht ihr unterwerfen, unterwerfen wir uns auch ihrem Schall nicht.

Aus dem gleichen Grund haben wir Angst vor den Minaretten der Moslems, weil wir denken, dass eines Tages auf dem Minarett ein Muezzin stehen könnte, der mit seinem Schall in unseren Straßen präsent ist. Würden wir ihm das erlauben, bedeutete das, dass wir auch die Macht mit ihm teilen und Moslems wirklich als gleichberechtigte Menschen in unseren Straßen akzeptieren.

Ganzer Bericht inklusive Audiointerview: Kultiversum.de - laermlizenz gottes glocken

 
 
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