IG Stiller - www.nachtruhe.info
"Was das Glockenläuten zur Ruhe der Verstorbenen beitragen mag, will ich nicht entscheiden; den Lebenden ist es abscheulich."

Georg Christoph Lichtenberg
Georg Christoph Lichtenberg

Sind Sie im Lärmschutz tätig?

Hier könnte Ihre Werbung stehen!

Kontaktieren Sie uns

Krankheitsrisiko steigt pro Dezibel um 1%  
4. März 2010
Quelle: Umweltbundesamt Dessau

Pro Dezibel steigt das Krankheitsrisiko um 1%.

Eine vom Umweltbundesamt Dessau, Deutschland in Auftrag gegebene empirische Lärmwirkungsuntersuchung anhand des Flughafens Köln ergab, dass nachts mit jedem dB oberhalb von 35 dB das Risiko, an einer Herz- oder Kreislauferkrankung zu erleiden, um 1% steigt. Somit steigern die nächtlichen Glockenschläge mit 65 dB dieses Risiko um 36%.

Die Technische Anweisung Lärm (TA Lärm) des Bundesumweltministeriums, wonach im Ortsinnenbereich die Kirche ein Recht habe, Nachbarn bis 65 dB Lärmdruck auszusetzen, ist also amtlich ad absurdum geführt.

Bisher galten nämlich massive 65 dB erst als Schwelle zu Erkrankungsrisiken. Mit der Studie ist aber nun anerkannt, dass schon ab 35 dB kein gesunder Schlaf mehr möglich ist. Generell muss man nämlich davon ausgehen, dass nächtlicher Lärm mit erheblich größeren Beeinträchtigungen der Gesundheit einhergeht als Lärm am Tage.

Belästigung ist natürlich auch unter 35 dB möglich – ganz zu schweigen von den Auswirkungen, die Lärm auf unsere Psyche haben können (v.a. Depressionen werden in der angegebenen Studie mit Lärm in Verbindung gebracht).

Ganze Studie: Umweltbundesamt Lärm Studie

 
 
Realisierung: RightSight.ch