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"Die Schlafzyklen richten sich nicht nach der Uhrzeit, sondern nach der Einschlafzeit und dem inneren Rhythmus.
Somit werden im Laufe einer Nacht sicher alle Schlafstadien in ähnlichem Ausmass durch das Glockengeläut gestört."

Dr. med. Wolfgang Randelshofer

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Morgenläuten oft Ärgernis  
29. Oktober 2008
Quelle: Wormser Zeitung

Trotzdem kaum Beschwerden wegen Schlagen der Kirchenglocken

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Vom 29.10.2008

SPEYER (dpa) Zwölf dumpfe Schläge mitten in der Nacht oder lautes Glockenbimmeln morgens um 6 Uhr: Auch wenn sich nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa in Rheinland-Pfalz eher selten Menschen über Kirchengeläut beschweren, fühlen sich ab und zu Bürger in ihrem Schlaf gestört.

"Es kommt immer mal wieder vor", sagt der Sprecher des Bistums Speyer, Richard Schultz. Gegenwärtig sei ihm jedoch kein Fall bekannt. "Meistens geht es um das Morgenläuten." Das Bistum empfehle den Gemeinden deshalb, "grundsätzlich nicht vor 7 Uhr zu läuten". Mitunter kämen die Beschwerden von Zugezogenen, die damit die Gemeinde gegen sich aufbrächten.

Auch müsse immer zwischen einem liturgischen Geläute - etwa dem dreimal täglich erfolgenden Ave-Läuten - und dem reinen Stundenschlag unterschieden werden. Letzterer erfolge in vielen Fällen in der Verantwortung der Kommunen, sagt Schultz. Das liturgische Läuten - etwa zum Gottesdienst - sei rechtlich geschützt. Als Beispiel führt Schultz die Christmette an: "Da kann jeder Pfarrer um Mitternacht die Glocken läuten lassen."

In Speyer, wo neben dem Bistum auch die Evangelische Kirche der Pfalz ihren Sitz hat, sind Beschwerden über das Glockenläuten nach städtischen Angaben kein Thema. "Speyer ist die Stadt der Kirchen", sagt eine Mitarbeiterin der städtischen Pressestelle. Die Einwohner seien sehr stolz darauf. "Und da ist die Toleranzgrenze gegenüber dem Geläut der Kirchen sehr hoch." Vielleicht beschwere sich mitunter "der eine oder andere Neubürger", er werde aber für das Thema sensibilisiert. Der Stadt Ludwigshafen ist ebenfalls nicht bekannt, dass jemand mit dem Läuten unzufrieden wäre. "Bei uns gibt es keine Beschwerden", sagt ein Sprecher.

Kirchenglocken dürfen nach einem Urteil des Landgerichts Heilbronn grundsätzlich auch nachts läuten, wenn ein bestimmter Geräuschpegel nicht überschritten wird. Die Richter wiesen erst kürzlich die Klage eines Rentnerehepaares ab, das sich durch den Glockenschlag einer Kirche gestört fühlt.

Nach Angaben des Bistums Trier sind keine Fälle bekannt, in denen sich Anwohner wegen zu langen oder zu lauten Glockengeläuts beschwert haben. Es gebe zudem ohnehin nur noch wenig Kirchen, die - auch nachts - jede Stunde läuteten, sagte ein Sprecher. Meist schallten die Glocken zu Gottesdiensten und anderen besonderen Gelegenheiten. Auch dem Bistum Mainz und der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt sind keine Klagen bekannt.

Leider gibt es in der Schweiz nicht "nur noch wenig Kirchen, die auch Nachts jede Stunde schlagen". Nein, bei uns schlagen die meisten Kirchren nachts viertelstündlich. Und es wird meist schon um 6 Uhr geläutet - nicht erst um 7 Uhr.

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