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"...Die Ohrenärzte sind beunruhigt von der Zunahme der Gehörschäden:
Für die schädlichen Wirkungen des Lärms ist die persönliche Einstellung weitgehend belanglos. Auch wer den Lärm 'nicht hört', wem er seiner Ueberzeugung nach 'nichts ausmacht', der wird, wie sich aus Experimenten zeigt, ungünstig beeinflusst..."

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Muezzine sollen in der Schweiz vom Minarett rufen dürfen sagt Basler Regierungspräsident  
18. Oktober 2009
Quelle: Tages Anzeiger

Der Basler Regierungspräsident Guy Morin findet, Muezzine sollen in der Schweiz durchaus vom Minarett aus zum Gebet rufen dürfen. Er hält die Angst der Bevölkerung vor dem Islam für unbegründet.

Der Lautsprecher auf dem Minarett der Moschee im deutschen Grenzstädtchen Rheinfelden sorgt in der Schweiz für Aufruhr. Die Muslime der Gemeinde am Rhein selbst montieren ihn nun ab und sprechen von einem «naiven Versehen». Im nahen Basel aber kommt Verständnis für den Minarett-Lautsprecher auf – und das an allerhöchster Stelle.

«Was als Bagatelle angefangen hat, könnte als Tsunami enden»

(Werner Ross vom christlich-islamischen Verein Rheinfelden.)

In einem Interview mit dem lokalen Nachrichtenportal «Onlinereports» sagt Regierungspräsident Guy Morin: «Kirchenglocken oder der Muezzin - das ist doch dasselbe, einfach in einer jeweils anderen Kultur». Wenn die Anwohnerschaft durch Glocken oder den Muezzin belästigt werde, dann müsse man einen Konsens finden, so der Grüne weiter. Basel habe auch schon ein Kirchengeläut verboten, so Morin gegenüber «Onlinereports».

Morin stellt seine Argumentation auf die Basis der Gleichbehandlung der Religionen. «Die Kirchenglocken rufen auch zum Gebet auf», sagt er im Interview. Und er weist weiter auf die Geschichte hin: «Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben Protestanten katholische Kirchentürme verboten – und umgekehrt». Zum Glück habe man diese Zeiten überwunden...

In der Tat, heutzutage läuten katholische und reformierte Kirchen gemeinsam um die Wette. Auch mitten während der gesetzlich vorgeschriebenen Nachtruhe mit dem viertelstündlichen Zeitschlag.

Der Basler Regierungspräsident nimmt es lockerer. «Es ist doch etwas Wunderschönes, wenn ein Mensch zum Gebet aufruft, zur Hinwendung zu einer spirituellen Kraft. Da muss man einfach tolerant sein», sagte er auf «Onlinereports». Die Ausübung von Glauben und Religion sei ein Grundbedürfnisse und die Religionsfreiheit eine der grossen aufklärerischen Errungenschaften.

Die Religionsfreiheit steht ausser Frage. Allerdings darf sie nicht missbraucht werden: Sämtliche Religionsgemeinschaften haben sich an die gesetzlich vorgeschriebene Nachtruhe zu halten!

Ganzer Bericht: Tagesanzeiger.ch/Kirchenglocken-oder-Muezzin--das-ist-doch-dasselbe/

 
 
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