IG Stiller - www.nachtruhe.info
"Was hören Sie beim Einschlafen?"
 
"Da lausche ich am liebsten der Stille."

Fabienne Louves (MusicStar 2007)
Fabienne Louves (MusicStar 2007)

Sind Sie im Lärmschutz tätig?

Hier könnte Ihre Werbung stehen!

Kontaktieren Sie uns

Pressemitteilung IG Stiller Februar 2007  
11. Februar 2007
Quelle: Pressemitteilung der IG Stiller

Aarau: Gott straft sofort

Wie die Aargauer Zeitung am 5.1.07 berichtete, ist die Klinik Hirslanden in Aarau mit der Bitte an die reformierte Kirchenpflege Aarau getreten, den Stundenschlag der Stadtkirche zwischen 22 und 7 Uhr abzustellen. Dies weil Patienten vor allem beim Einschlafen durch den Zeitschlag gestört werden. Am 30.1.07 berichtete dann die Aargauer Zeitung, dass fast zur gleichen Zeit, als die Kirchenpflege entschied, den Zeitschlag in der Nacht nicht abzustellen, das Uhrwerk wegen einem Motordefekt ausgestiegen ist. Tagelang standen die Zeiger still und still blieb auch der umstrittene Zeitschlag.

Azonlinde berichtete am 27.1.07 ein kleines Detail am Rande: Der Stundenschlag der katholischen Kirche Peter und Paul in Aarau schweigt zwischen 22 und 7 Uhr – aus Rücksicht auf die nahen Militärunterkünfte in der Kaserne.

Auch andere Kirchen im Kanton sind barmherzig. So hat die reformierte Kirchenpflege Suhr-Hunzenschwil von 22-6 Uhr auf den nächtlichen Zeitschlag verzichtet. Dies obwohl sich bei der vorgängigen Umfrage 90% für eine Beibehaltung des nächtlichen Zeitschlages ausgesprochen haben. Auch in Lenzburg wird die Nachtruhe von 22-6 Uhr eingehalten – und zwar sowohl von der reformierten als von der katholischen Kirche.

 

Jonen verschiebt Morgenläuten von 6 auf 7 Uhr

Mitte Januar wurde in Jonen das Morgenläuten von 6 Uhr auf 7 Uhr verschoben. An Sonn- und Feiertagen wird auf das Morgenläuten ganz verzichtet. Zudem wurde auf den Doppelschlag (auch Repetitionschlag genannt) verzichtet.

 

Würenlos: Die Kirchenglocken sind lauter

Im Zusammenhang mit einer Lärmklage gegen den Sportplatz in Würenlos wurden auf dem Platz Lärmmessungen vorgenommen. Wie die Aargauer Zeitung am 24.1.07 unter dem Titel „Die Kirchenglocken sind lauter“ berichtete, sind die Kirchenglocken beim Sportplatz die lauteste Lärmquelle.

 

Rüschlikon: Nachtruhe gefordert

Wie der Tagesanzeiger am 7.2.07 berichtete, wurde schon vor zwei Jahren das Morgenläuten auf 7 Uhr verschoben. Ungelöst ist aber das Problem des nächtlichen Zeitschlages. Anwohner der reformierten Kirche, die sich in ihrer Nachtruhe gestört fühlen, verlangen nun in einem gemeinsamen Antrag an die reformierte Kirchenpflege den Verzicht auf das nächtliche Glockengebimmel.

 

Kanton Bern wird nicht verschont

Wie kathbern.ch am 12.1.07 berichtete, sind Klagen wegen Glockenlärm auch in Bern ein Thema. Allerdings ist die Situation nicht ganz so dramatisch wie in der Ostschweiz: „Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hielt die Industrialisierung in der Ostschweiz Einzug und mit dem Reichtum konnte man sich immer grössere und schwerere Glocken leisten. Ein regelrechtes Wettrüsten mit Kirchenglocken begann. Ganze Gemeinden oder Konfessionen liessen immer grössere Glocken läuten. Als Ergebnis dieses Glockenwettbewerbs erklingen in der Ostschweiz so viele grosse Geläute, wie sonst nirgends auf der Welt.“

 

Frankreich: Sanfter Stundenschlag darf bleiben

Wie Vorarlberg Online am 18.1.07 berichtete, dürfen im burgundischen Dorf Clesse der nächtliche Zeitschlag und das kultlose Läuten um 11.30 Uhr bleiben. Der Zeitschlag sei nicht zu laut und erfolge nicht zu häufig (nur stündlich), befand das Verwaltungsgericht in Dijon. Der Kläger war pikanterweise ein ehemaliger Pfarrer von Notre Dame in Paris, welcher sich in Clesse in den „Ruhestand“ zurückgezogen hatte. Im Gegensatz zu der Schweiz, wird in Frankreich oft weniger laut und weniger häufig geschlagen und geläutet. In Trogen z.B. hat sowohl der Zeitschlag (viertelstündlich) als auch das kultlose Läuten (vierteltäglich) eine viermal höhere Frequenz als in Clesse und auch die Lautstärke dürfte in Trogen viel lauter sein.

 
 
Realisierung: RightSight.ch