IG Stiller - www.nachtruhe.info
"See how nature - trees, flowers, grass - grows in silence?
See the stars, the moon, and the sun, how they move in silence?
We need silence to be able to touch souls."

Mother Teresa
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Pressemitteilung IG Stiller - Jahresbericht 2008  
2. Januar 2009

Jahresbericht 2008

Günsberg: Endlich wieder Nachtruhe
Die Kirchgemeinde Günsberg beugt sich einer Verfügung des Regierungsrats. Somit wurden die Kirchenglocken nachts von 22 bis 7 Uhr abgeschaltet. Das Frühgeläut wurde von 5.30 auf 7 Uhr verschoben. Dem Kläger hat dies dank glücklichen Umständen nichts gekostet. Eine Erfolgsgeschichte in welcher die IG Stiller eine wichtige Rolle spielte.

Dreimal Lärmdämmung
2008 wurde der Kirchenglockenlärm mindestens in den drei Orten mittels baulicher Massnahmen gedämpft. In Féchy (VD) wurden verschiedene Öffnungen des Kirchenturms mit Plexiglasplatten verschlossen. In Trogen wurde der Glockenlärm mit Lärchenholz gedämmt. Sicher ungenügend ist die Lärmdämmung in Wiesendangen wie das Lärmgutachten der EMPA festhält.

Kommentar: Die IG Stiller lehnt diesen Lösungsansatz ab. Warum die bisherige Gerichtspraxis einer Schlaf suchenden Person 60 dB(A) am Kopfkissen zumutet, ist naturwissenschaftlich gesehen absolut unverständlich. Dieser Richtwert ist mindestens 20 dB(A) zu hoch. Das Abstellen des Zeitschlages während der Nacht ist die einzige Methode, welche weitere juristische Prozesse wegen nächtlichem Glockenlärm sicher verhindert.

Drei wilde Läuten
Wie wir am 15. Juli gemeldet haben, wollte das Elf-Uhr-Läuten an diesem Tag in Trogen nicht mehr aufhören. Ein mitternächtliches wildes Läuten ist kürzlich im Riethüsli vorgekommen (Tagblatt 5.12.08), einem Quartier, das sonst vor nächtlichem Glockenlärm verschont wird. Am 21.12.08 dann die Meldung aus Lausanne: 2 Stunden wildes Läuten ebenfalls mitten in der Nacht. Die Ursachen für dieses wilden Läuten sind bisher nicht bekannt geworden.

Affoltern am Albis: Hinhaltetaktik
Die Gemeinde hat einen Bürger hingehalten, der sich am Kirchenglockenlärm stört. Zu Unrecht - wie jetzt das Verwaltungsgericht befunden hat. Wenn um die Lautstärke des Kirchengeläuts gezankt wird, sind in erster Linie die Gemeinderäte zuständig - nicht die Kirchenpflegen.

Kyburg: Teilerfolg
Das Morgengeläut findet in Kyburg inskünftig nicht mehr um 5.30 Uhr statt. Die Glocken werden neu unter der Woche erst um 6 Uhr in Bewegung versetzt, am Samstag um 7 Uhr.

Lavagna: Pfarrer muss 60‘000 Euro Busse zahlen wegen Kirchenglockenlärm
Weil die Glocken einer Kirche zu oft und zu laut erklangen, hat ein Gericht einer Italienerin 60.000 Euro Schadenersatz zugesprochen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass das Geläute das Leben der pensionierten Lehrerin in den vergangenen 23 Jahren ruiniert hat. Das Geld muss nun der zuständige Pfarrer zahlen. Die Glocken dürfen erst dann wieder läuten, wenn ihre Lautstärke auf den gesetzlich festgelegten Maximalpegel reduziert worden ist (DiePresse.com. 2.9.2008).

Süddeutschland
Angeregt von der IG Stiller wurde in Süddeutschland eine IG Stille Nacht gegründet. Aus diesem Gebiet sind vier Erfolge zu nennen:
1. In Sonthofen-Altstädten liess ein Gutachten nachts die Glocken verstummen. Nachtruhe ist nun von 22 – 6 Uhr
2. In Kirchberg wurde eine neue Digitaluhr eingebaut. Seit dem 22.7.08 wird die Zeit zwischen 22 und 6.30 nicht mehr geschlagen.
3. In Augsburg hat im Juni ein "Gütetermin" vor Gericht zwischen kath. Kirche und Klägerin stattgefunden hat. Die Kirche ist bereit auf den nächtlichen Zeitschlag zu verzichten. Sie macht dies aber abhängig davon, dass das behördlich von 5 auf 6 Uhr verlegte Frühgeläut unangetastet bleibt.
4. Die Kirchenglocken der Stadtpfarrkirche in Aichach dürfen künftig nachts von 22 bis 6 Uhr nicht mehr läuten. Bei Lärmmessungen habe man festgestellt, dass die Kirchenglocken mit ihrem Stundenschlag zu laut waren.

Mit stillen Grüssen
IG Stiller

 
 
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