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"...Das Bundesgericht betont die Notwendigkeit einer ungestörten Nachtruhe, weil tagsüber die Nervenkräfte des heutigen Menschen stark beansprucht werden..."

Schweizer Bundesgericht, Lausanne
Schweizer Bundesgericht, Lausanne

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Pressemitteilung IG Stiller März 2007  
5. März 2007
Quelle: Pressemitteilung der IG Stiller

Regierungsrat Basel bleibt hart

Das St. Alban-Tor darf weiterhin die Stunden nur von 7 bis 22 Uhr mit der Glocke anzeigen. Der Regierungsrat hat die Beschränkung zum Schutz der unmittelbaren Anwohner bestätigt. Trotz einer von 400 Personen unterzeichneten Petition und obwohl sich nur eine Person beklagt hatte, wird der nächtliche Zeitschlag, welcher im Sommer 2006 abgestellt wurde, nicht wieder eingeführt. Wesentlich sei in diesem Fall, dass der Glockenton deutlich lauter sei als der nächtliche Hintergrundpegel und mit 65 Dezibel über der Aufwachschwelle liege. Der Schutz der unmittelbaren Anwohnerschaft wurde somit vom Regierungsrat grundsätzlich höher bewertet, als das Interesse der Petitionäre am Erhalt einer Tradition (Basler Zeitung 3.2.07). Einer absolut sinnlosen und schädlichen Tradition, wie wir ergänzen möchten.

 

Gemeinderat Trogen bleibt stur

Obwohl der Landamman und Vorsteher des Amtes für Bau und Umwelt klar gemacht hat, dass auch in der Nähe der Kirche gemessen werden muss und obwohl Bruno Eigenmann, Gemeindepräsident von Trogen, der IG Stiller zugesagt hat, sich an diese Weisung zu halten, will der Gemeinderat nun doch nur bei den Klägern messen lassen, wie er mit Schreiben vom 9.2.07 bekannt gibt. Dies obwohl bekanntermassen auch um die Kirche verschiedene Anwohner vom Glockenlärm gestört werden. Damit sind neue Rekurse und Gerichtsfälle vorprogrammiert und es ist gesichert, dass Trogen weiter in den Schlagzeilen bleibt.

 

Florian Ast outet sich als Gestörter

In einem Interview in der Schweizer Illustrierten vom 26.2.07 hat sich Florian Ast als durch Kirchenglockenlärm Gestörter geoutet. Auf die Frage, „was raubt Ihnen den Schlaf?“ antwortete er: „Im Moment die Kirchenglocken. Himmel! Wie soll ich mich da erholen?“ Nach Chris von Rohr und Peter Bodenmann ein weiterer Prominenter, welcher sich getraut, das Problem beim Namen zu nennen.

 

Kuhglockenlärm: Meggen plant Kässeli für Ruhe

Wie die Neue Luzerner Zeitung am 2.2.07 berichtete, sorgen Kuhglocken- und Traktorenlärm sowie Geruchsbelästigungen für Konflikte in der Bevölkerung. Es wäre deshalb an der Zeit, dass jene, die mit dem Verkauf von Bauland Geld verdienen auch etwas dafür bezahlen, dass bestehende Bauernbetriebe und neue Wohnquartiere nebeneinander funktionieren. Deshalb überlegen sich mehrere Gemeinden im Kanton Luzern, ob und wie die Bauern für den Mehraufwand entschädigt werden könnten. Soweit das den Kuhglockenlärm betrifft, eine absurde Idee:
Viele Landwirte kommen speziell im Siedlungsgebiet ohne Tierglocken aus. Der Verzicht auf diese korrumpierte Tradition kostet die Landwirte nichts.

Ganz abgesehen davon ist der Gebrauch von Tierglocken gegen die Würde der Tiere und Tierquälerei.

 

Undifferenzierte Lobhudelei im Appenzellerland

Das Kirchenblatt der Evang.-ref. Kirchgemeinden beider Appenzell nimmt in ihrer neuesten Nummer (3/2007) das Thema Glocken auf. Unter dem Titel „der Klang des Lebens“ behauptet Pfarrer Markus Grieder aus Urnäsch: „In der Bibel kommen Glocken nur ganz wenig vor“. Auf Basis der Luther-Übersetzung müssen wir vehement widersprechen. Das Wort Glocke kommt in der Bibel überhaupt nicht vor.

Was erwähnt wird sind Schellen. So klein wie Granatäpfel, So klein, dass sie an einen Rock genäht werden konnten. Das waren keine Glocken, das waren Schellen. Wir bitten um Differenzierung. Eine 50 g schwere geschmiedete Schelle ist doch nicht das gleiche wie eine 5 Tonnen (=5'000’000 g) schwere gegossene Glocke.

 
 
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