IG Stiller - www.nachtruhe.info
"Lärm bedeutete bei unseren Vorfahren "Gefahr!" und ist daher in unseren Genen als ALARM gespeichert.
Deshalb ist aus medizinischer Sicht eine Gewöhnung an Lärm nicht möglich."

Dr. Hans Göschke, Aerzte für Umweltschutz, Oberwil
Dr. Hans Göschke,  Aerzte für Umweltschutz, Oberwil

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Pressemitteilung IG Stiller Mai 2007  
25. Mai 2007
Quelle: Pressemittteilung IG Stiller

Günsberg: Morgenläuten soll auf 7 Uhr verschoben werden

Einen bedeutenden Erfolg konnte die auf Kirchenglockenlärm spezialisierte Anwältin Korinna Fröhlich in Günsberg verbuchen. Die Röm.-kath. Kirchgemeinde Günsberg-Niederwil-Balm wurde von der Bau- und Werkkommission Günsberg mit Schreiben vom 26.4.07 aufgefordert, das Frühgeläut von 5.30 Uhr auf 7.00 Uhr zu verschieben. In den Nachbargemeinden sei das Frühgeläut ab 7 Uhr üblich. Zudem sei das Frühgeläut um 5.30 Uhr als erhebliche Störung der Nachtruhe zu beurteilen. Wie die IG Stiller in Erfahrung gebracht hat, will sich die Kirchgemeinde nicht an die Weisung der Gemeinde halten und hat gegen den Entscheid Rekurs erhoben.


Lufingen: Morgenläuten auf 7 Uhr verschoben

Wie uns der Präsident der Kirchgemeinde, Herr Nef, bestätigt hat, wurde das Morgenläuten der evang.-ref Kirche von Lufingen vor etwa zwei Monaten von 6 Uhr auf 7 Uhr verschoben.


Bülach: Künftig wird weniger geläutet

Wie die Zürcher Unterland Medien am 8.5.07 berichteten, führen die beiden Landeskirchen in Bülach per Anfang Juni eine neue, miteinander abgesprochene Läuteordnung ein. Das Geläut am Sonntagmorgen um 6 Uhr wird von beiden Kirchen eingestellt werden. Verzichtet wird auch auf das sonntägliche Gesamtgeläut der reformierten Kirche um 7 Uhr und die nächtlichen Viertelstundenschläge.


Bischof von Chur: Die Glocken läuten den halben Tag

Wie kirchenglocken.ch berichtete, stellte der Churer Bischof Amédée Grab in der Samstags­Rundschau vom 10.2.07 auf Radio DRS fest: "In der Stadt Chur zum Beispiel läuten die Glocken den halben Tag, ständig … ich habe das nirgends so gehört wie in Chur. Es hört nicht auf… Es läutet zum Beispiel am Morgen um 6 Uhr zu einer Zeit wo die meisten Leute schlafen wollen… Das Gleiche um 11 Uhr… Das Gleiche am Abend, es wird einfach geläutet."
Kommentar: In Chur wird nicht mehr geläutet wie anderswo in der Ostschweiz. Wir leben hier einfach in der Glockenhochburg Europas.


Thal: Lärm oder Kultur

Wie uns ein Einwohner der Gemeinde Thal kürzlich mitteilte, läutet die katholische Kirchgemeinde wie besessen. Die Bitte nach Rücksichtsnahme wurde mit der Begründung abgelehnt, dass die Bevölkerung am Geläut grossen Gefallen fände. Zufälligerweise erschien im Thaler Gemeindeblatt just zu dieser Zeit, nämlich am 4.5.07 auf der Frontseite ein Leserbrief einer Einwohnerin, welche zum Schluss kommt: “Es ist schon interessant, dass gerade die Kirche, die aufgrund der christlichen Philosophie, Toleranz und Nächstenliebe predigt, sich so stur verhält und ganze Wohngebiete mit nutzlosem Lärm übersät.“

Doch damit nicht genug, selbst innerhalb der Kirchgemeinde ist man sich bewusst, dass da etwas nicht stimmt. Auf der gleichen Frontseite wurde nämlich über die Kirchgemeindeversammlung vom 13.4.07 berichtet. Dabei wurde bekannt, dass eine grössere Sanierung des Glockengeläutes ansteht. Nebst der Reparatur kleinerer Schäden geht es dabei darum, den Klang des Geläuts weicher und harmonischer zu gestalten damit es „weniger störend empfunden wird“.

Kommentar: Wie in der Ostschweiz üblich wurden im 20. Jahrhundert viel zu harte Klöppel verwendet, welche nicht nur zu einem hässlichen Klang verursachen, sondern auch die Glocken beschädigen.

 
 
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