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"...Die Ohrenärzte sind beunruhigt von der Zunahme der Gehörschäden:
Für die schädlichen Wirkungen des Lärms ist die persönliche Einstellung weitgehend belanglos. Auch wer den Lärm 'nicht hört', wem er seiner Ueberzeugung nach 'nichts ausmacht', der wird, wie sich aus Experimenten zeigt, ungünstig beeinflusst..."

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Schildacher Glocken  
22. Oktober 2005
Quelle: Tagblatt (von Gert Bruderer)

In Schildach, einem Dorf zwischen Heerbrugg und Rebstein, stehen zwei Kirchen.
Beide lassen nachts und früh am Morgen die Glocke läuten. Davon werden manche Schildachbürger wach.
Sie baten die Kirchen um mehr Zurückhaltung beim Läuten und hatten Erfolg. Die Kirchenverwaltungsräte erklärten sich zu einem Kompromiss bereit: Sie schlugen vor, morgens um sechs nicht mehr beide Kirchenglocken läuten zu lassen, sondern nur noch eine.

Aber Schildachbürger können schrecklich undankbar sein. Wären sie waschechte Schildacher, hätten sie freilich beglückt zugestimmt. «Hervorragend», hätten sie sich gefreut, «in Zukunft werden wir also nicht mehr von zwei Glocken geweckt, sondern bloss noch von einer.»

Doch die nachts gestörten Schildachbürger liessen sich von den Kirchenverwaltungsräten nicht verschildachern.
Sie merkten, was die Glocke geschlagen hatte, und gingen auf den Kompromissvorschlag nicht ein.
Womit bewiesen ist, dass - anders als in Schilda - in Schildach nicht ausschliesslich Schildbürger leben.

 
 
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