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"Alle religiösen Bauten müssen gleich behandelt werden. Das heisst auch, dass in Zukunft entweder der Ruf des Muezzins ertönen darf oder die Kirchenglocken verstummen müssen. Ich persönlich würde letzteres vorziehen."

Stefan Mauerhofer (Co-Präsident Schweizer Freidenker)
Stefan Mauerhofer (Co-Präsident Schweizer Freidenker)

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Schildacher Glocken  
22. Oktober 2005
Quelle: Tagblatt (von Gert Bruderer)

In Schildach, einem Dorf zwischen Heerbrugg und Rebstein, stehen zwei Kirchen.
Beide lassen nachts und früh am Morgen die Glocke läuten. Davon werden manche Schildachbürger wach.
Sie baten die Kirchen um mehr Zurückhaltung beim Läuten und hatten Erfolg. Die Kirchenverwaltungsräte erklärten sich zu einem Kompromiss bereit: Sie schlugen vor, morgens um sechs nicht mehr beide Kirchenglocken läuten zu lassen, sondern nur noch eine.

Aber Schildachbürger können schrecklich undankbar sein. Wären sie waschechte Schildacher, hätten sie freilich beglückt zugestimmt. «Hervorragend», hätten sie sich gefreut, «in Zukunft werden wir also nicht mehr von zwei Glocken geweckt, sondern bloss noch von einer.»

Doch die nachts gestörten Schildachbürger liessen sich von den Kirchenverwaltungsräten nicht verschildachern.
Sie merkten, was die Glocke geschlagen hatte, und gingen auf den Kompromissvorschlag nicht ein.
Womit bewiesen ist, dass - anders als in Schilda - in Schildach nicht ausschliesslich Schildbürger leben.

 
 
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