IG Stiller - www.nachtruhe.info
"...Viele Kirchgemeinden müssen das musikalische Erlebnis verbessern.
Wenn die Kirchen so läuten, dass die Bewohner die Fenster schliessen, sind die Glocken zu laut, und ihr Klang ist unangenehm..."

Glockenexperte Matthias Walter in der Zeitschrift 'Sonntag'.
Glockenexperte Matthias Walter in der Zeitschrift 'Sonntag'.

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Pressemitteilung zum Tag gegen Lärm - Glockenlärm in Trogen  
29. April 2009
Quelle: Nachtruhe.info

Pressemitteilung zum Tag gegen Lärm.

IG Stiller beendet Streit um Glockenlärm in Trogen

Mit neuen Schallschutzwänden wird der Lärmrichtwert nun eingehalten

Die Interessengemeinschaft „Stiller“ beendet den Streit mit der Gemeinde Trogen (AR) um die überlauten Glockenzeichen der reformierten Kirche. Bauliche Massnahmen der Gemeinde haben dazu geführt, dass der Zeitschlag den Lärmgrenzwert nun nicht mehr überschreitet. Somit kann der Streit nach zehn Jahren ad Acta gelegt werden.

Im Jahre 1999 hatten sich Anwohner der reformierten Kirche in Trogen erstmals mit der Bitte an den Gemeinderat gewandt, die Lärmemissionen durch die Kirchenglocken in der Nacht zu vermindern. Was daraufhin folgte, war ein jahrelanger Schlagabtausch zwischen Gemeinde und Anwohnern. Um den Forderungen der Anwohner mehr Gewicht zu geben, wurde 2004 die IG Stiller gegründet, eine Organisation, die sich mittlerweile in der ganzen Schweiz gegen übermässigen Glockenlärm zur Wehr setzt.

Trotz jahrelanger Verzögerungstaktik durch die Gemeinde Trogen, gelang es der IG Stiller im Jahre 2006 gerichtlich durchzusetzen, dass die Gemeinde den Lärm messen und die Anlage falls nötig sanieren muss. Messungen der EMPA ergaben, dass die Glockenzeichen tatsächlich zu laut waren. So wurden letztes Jahr Schallschutzwände im Glockenstuhl installiert. Die Lärmdämmung ist erfolgreich, wie eine kürzlich durchgeführte Nachmessung ergeben hat. Die IG Stiller bestätigt, dass der Richtwert von 60 Dezibeln bei gekipptem Fenster vom Zeitschlag nicht mehr überschritten wird und somit die Lärmschutzvorgaben des Amtes für Umwelt eingehalten werden.

Das Ziel der IG Stiller bleibt aber nach wie vor die Wiedereinführung der Tradition der Nachtruhe ohne Glockenlärm.
Die Massnahme mit Schallschutzwänden hält sie für keine zukunfts­orientierte Lösung. Dies deshalb, weil der Richtwert von 60 Dezibeln höchst umstritten ist und weil der Glockenklang während der Ruhezeiten nach wie vor störend ist.

Die Kirche Trogen steht nun aber nicht mehr im Fokus der IG Stiller, denn es gibt speziell in der Ost- und Zentralschweiz noch etliche Kirchen, deren Betreiber überhaupt nicht auf die Wünsche ruhebedürftigen Anwohner reagiert haben. So etwa der Dom in St. Gallen, wo der Zeitschlag die Nachtruhe sogar achtmal pro Stunde stört.

(Pressestelle IG Stiller)

 

 
 
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