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Schweizer Bundesgericht, Lausanne
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Warum läuten die Kirchenglocken um 11 Uhr?  
23. März 2006
Quelle: Züritipp (Tages Anzeiger)

Das 11-Uhr-Geläut ist sehr speziell. Es klingt ähnlich, wie wenn zur Messe geläutet wird, und ist erst nach den 11-Uhr-Schlägen zu hören. Die meisten Menschen haben sich so sehr daran gewöhnt, dass sie ihnen kaum mehr auffallen. Wie überall, wo sich Religiöses mit lokalen und regionalen Volksbräuchen und teilweise sogar noch weltlichen Vorgaben mischt, sind die Begründungen vielfältig.

Das 11-Uhr-Läuten heisst auch Mittagsläuten und geht auf den Papst Calixt III. im Jahre 1455 zurück, sagen die einen. Es wurde Ave-Maria- oder Angelusläuten genannt, nach dem Gebet, das während des Läutens (5.00 oder 6.00, 11.00 und 18.00) gesprochen werden sollte. Als die Reformation dieses Gebet abschaffte, verlor das Läuten seinen unmittelbaren Sinn.

Es wurde trotzdem beibehalten, weil es ohne Uhren den Tag zu strukturieren half. Das Mittagsläuten, sagen andere, ertöne seit 1457 «pro pace», aus Dank für die Abwendung der Türkengefahr. Neben den 11-Uhr-Glocken gibts auch noch das Totenglöcklein, die Hochzeitsglocken, jenes Gebimmel, das den Sonntag ein- und ausläutet und an die Festtage erinnert. Die Kirchenglocken als Brauch und Relikt aus einer anderen Zeit verhalten sich anachronistisch.

Sie funktionieren wie der Muezzin in arabischen Ländern, der die Menschen sechsmal pro Tag zum Gebet aufruft, obwohl es längst Uhren gibt. (mq)

 

Tatsächlich, wir leben heute im Internetzeitalter - nicht mehr im Mittelalter. Der Zeitschlag ist in unserer heutigen modernen Gesellschaft überflüssig geworden!

 
 
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