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Bundesgerichtsentscheid von 1919
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Zeitschlagen von Kirchenglocken in Arnsberg: Ehepaar wehrt sich erfolgreich  
8. Dezember 2009
Quelle: Haufe.de

Lärmbelästigung: Zeitschlagen von Kirchenglocken

Ein Ehepaar hat sich erfolgreich gegen die Lärmbelästigung durch das Glockengeläut eines etwa 30 Meter von ihrer Wohnung entfernten Glockenturms der evangelischen Kirchengemeinde zur Wehr gesetzt. Der Glockenturm war nachträglich mit einem Glockengeläut ausgestattet worden.

Das LG Arnsberg (I-5 S 43/07) hat entschieden, dass die Kirchengemeinde durch geeignete technische Maßnahmen sicherzustellen habe, dass das Zeitschlagen des Glockenwerks die Lärmrichtwerte der TA Lärm für ein allgemeines Wohngebiet von 55 dB(A) tagsüber und von 40 dB(A) nachts am Wohnhaus der Nachbarn nicht überschreitet. Anstelle der geeigneten technischen Maßnahmen genüge es auch, wenn die evangelische Kirchengemeinde das viertelstündliche Zeitschlagen einstellt und das Stundenschlagen mit der großen Glocke einen Wirkpegel von 75 dB(A) zur Tageszeit und von 60 dB(A) zur Nachtzeit nicht überschreitet.

Beim kirchlichen Glockengeläut gibt es keinen Freibrief dahingehend, dass es von den allgemein und für jedermann geltenden Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes freigestellt wäre. Das gilt in erster Linie für das Glockengeläut als Zeitangabe, das seine Funktion unter den heutigen Lebensbedingungen praktisch verloren hat, wie das Gericht betont.

Ganze Story: Haufe.de - zeitschlag kirchenglocken

 
 
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