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Verein IG Stiller setzt sich ein für die Wiederführung der uralten Tradition der Nachtruhe: Pro Nachtruhe - Ohne Kirchenglocken-Lärm!

Mittwoch, 4. Oktober 2006
Wil, Kyburg, Zürich, St.Gallen

IG Stiller Pressestelle

Pressemitteilung IG Stiller

Wil: taktischer Rückzug

Herr Hans Fuchs, genannt der Stille Fuchs, hat im Sommer 2006 vorübergehend eine Wohnung in der Altstadt gemietet und dort Spitzenwerte von 80 Dezibel durch den Zeitschlag gemessen. Die Stadt Wil wollte aber nicht auf seine Klage eintreten. Das kantonale Baudepartement bestätigte nun diese Sicht. Da er nicht mehr in der Altstadt wohne, sei seine Wohnung an der Fürstenlandstrasse massgebend. Diese sei aber 450, 680 und 890 m von den Kirchen entfernt. Das übliche Ausmass an Glockenlärm werde hier nicht überschritten.

Damit zeigt das Baudepartement, dass es nichts von der Gerichtspraxis des Kantons Zürich hält. Hier hat das Verwaltungsgericht im Fall Wiesendangen kürzlich entschieden, dass auch in der Nähe der Kirche gemessen werden muss. Der Stille Fuchs hat unterdessen aus finanziellen Gründen den Rekurs gegen den Entscheid des Stadtrates zurückgezogen. Bereits an Allerheiligen soll aber ein neuer Anwohner der Altstadt für eine Klage zur Verfügung stehen.

Herr Fuchs nimmt wie folgt Stellung: „Die Wiler Kirchen haben es bis heute unterlassen, zu erklären warum der Glockenzeitschlag während der gesetzlich vorgeschriebenen Nachtruhe notwendig ist. Die lapidare Antwort „Tradition“ ist gleich doppelt unangebracht: Wenn die Tradition wirklich ernst genommen würde, müsste in Wil von Hand geläutet und die Zeit geschlagen werden und das mit viel kleineren und folglich weit weniger lauten Glocken als heute! Zudem könnte im Hinblick auf die noch ältere Tradition der Nachtruhe ganz auf den nächtlichen Zeitschlag verzichtet werden.

Bald wird in Wil ein Minarett gebaut. Am Anfang wird noch kein Muezzin vom Turm rufen. Das wird sich aber bald ändern, denn die Religionsfreiheit garantiert dass jede und jeder seine Religion bekennen darf (Bundesverfassung: Artikel 15, Absatz 2). Wenn es den Kirchen weiterhin erlaubt bleibt in der Nacht Glocken zu schlagen wird es unmöglich sein den elektronisch verstärkten Muezzin-Gesang um 5 Uhr morgens zu verhindern. Entweder dürfen alle mitten in der Nacht ihre Religion bekennen, oder alle halten sich an die Nachtruhe!“

Kyburg: Verfeinerung des morgendlichen Sturmläutens

Im August 2006 hat der Gemeinderat von Kyburg entschieden, das Morgenläuten weiterhin um 5.30 Uhr ertönen zu lassen. Dies obwohl dieses Läuten aus kirchlicher Sicht nicht notwendig ist und es zumindest problemlos auf 7 Uhr verschoben werden könnte. Solange dauert gemäss geltender Polizeiverordnung die Nachtruhe in Kyburg. Immerhin wurde die Läutdauer auf 2.5 Minuten beschränkt und durch die Verwendung einer kleineren Glocke ist das Geläut nun 7 dB weniger laut.

Im Wissen, dass das Frühgeläut vor 7 Uhr gegen die Polizeiverordnung verstösst, wollte die politische Gemeinde (auf Anfrage der Kirchgemeinde) im Mai 2005 die Polizeiverordnung so ändern, dass das Geläut davon ausgenommen wird. Das hat nicht geklappt. Im Verfahren vor dem Bezirksrat Pfäffikon (betreffend Änderung der Polizeiverordnung) hat die Klägerin Recht bekommen. Ganz ähnlich ist es kürzlich in Wiesendangen gelaufen. Glockenlärm kann nicht aus der Polizeiverordnung ausgeklammert werden.

Danach hat Frau Fröhlich, die Anwältin der Klägerin, versucht mit dem Anwalt der politischen Gemeinde Kyburg eine einvernehmliche Lösung zu finden. Wie es scheint, fand diese Idee im Gemeinderat keine Mehrheit. Fest steht, dass der Gemeinderat vor kurzem dem bisherigen Anwalt das Mandat entzogen hat. Neu zuständig ist ein Herr, welcher schon in Gossau ZH für eine Verhärtung der Fronten gesorgt hat. In der Folge wurden die Gebühren für die Abklärungen von rund 4’500 Franken je zur Hälfte der Klägerin und der Kirchgemeinde verrechnet. Dies überrascht, denn die Verkürzung und Verfeinerung des Läutens zeigen doch, dass die Klage berechtigt war. Die Entscheide des Gemeinderates wurden deshalb an die Baurekurskommission weitergezogen.

Über den Fall wurde kürzlich auch im Landboten (29.9.06) berichtet. Dieser Artikel weist etliche Fehler auf. Es wird von Kosten von Fr. 45'000 gesprochen – dabei sind es Fr. 4'500. Zudem waren nicht 20 Einwohner sondern 22 % der Befragten für die Verschiebung des Frühgeläuts. Bösartig und falsch ist die Bemerkung, die Klägerin höre gerne laut und oft Musik und sei daher selber schuld, dass man in Kyburg gegen sie sei. Dazu die Klägerin: „Alle, die mich nur ein ganz wenig kennen, wissen, dass ich laute Musik hasse und so oder so praktisch nie Musik höre, denn ich schätze die Stille.“

Zürich: zwei neue Fronten

Kürzlich wurden in Zürich zwei neue Fronten gegen den nächtlichen Kirchenglockenlärm aufgestellt. Nachdem in den letzten Jahren schon in Glaubten, Hottingen, Neumünster, Wollishofen Altstetten und Balgrist der Widerstand gegen den nächtlichen Lärm aufgenommen wurde, stehen nun auch noch die Kirchen Leimbach und Oberstrass im Kreuzfeuer der Kritik.

Im Tagblatt der Stadt Zürich vom 20.09.06 wurde folgendes Inserat publiziert: „KIRCHENGLOCKEN 8041 ZÜRICH! Wer fühlt sich von den Nachtschlägen und dem Frühgeläut am Samstag gestört? Wir wollen endlich schlafen. Sammle Unterschriften. Tel. --- -- -- --, S. Meier“. Die Diskussion mit der Kirchgemeinde Leimbach läuft unterdessen.

Zudem fordern verschiedene Anwohner der Stapferstrasse von der Kirchgemeinde Oberstrass Nachtruhe zwischen 22 und 7 Uhr und ergänzen, dass es für die Kinder idealerweise schon ab 20 Uhr ruhig sein sollte.

Nächtliches kultloses (=bürgerliche) Läuten ist in Zürich seit 1908 verboten (Städtische Läuteordnung vom 16.12.1908). Es wird Zeit, dass endlich auch der nächtliche Zeitschlag verboten wird.

St.Gallen: Dom im Visier

Nachdem Gallus vor 14 Jahrhunderten wegen Glockenlärm aus Bregenz vertrieben wurde, hat er sich im heutigen St.Gallen niedergelassen. Seine Glockentradition wurde in der Zwischenzeit arg korrumpiert. Der Dom hat sich zur Glockenhochburg des Alpenraumes entwickelt. Die Nachbarschaft zur evangelischen Laurenzenkirche hat zu einer barbarischen Aufrüstung geführt. Die Zeit wird im Dom nämlich nicht nur viertelstündlich geschlagen, sondern auch jeweils 5 Minuten vorher – also mit acht Zeichen pro Stunde – Tag und Nacht. Wie gesagt wird, sollen die Mönche damit fünf Minuten vor dem Zeitschlag an diesen erinnert werden. Aber erstens gibt es keine Mönche mehr im Dom, zweitens gab es hier nie eine viertel­stündliche Gebetstradition und drittens haben auch die Mönche in der Nacht eine Schlafpause eingelegt.

Leider weckt dieser völlig absurde Zeitschlag die Anwohner. Einer der 4-5mal pro Nacht geweckt wird, hat nun die Diskussion mit der katholischen Verwaltung aufgenommen.

Interessant übrigens: in St. Gallen haben schon mindestens ein halbes Dutzend Kirchen auf den nächtlichen Zeitschlag verzichtet – teilweise schon vor Jahrzehnten.

 

Samstag, 30. September 2006
Schweiz - Zürich

Liga gegen Lärm / IG Stiller

50 Jahre - Jubiläumsfeier / Lärm-Matinée der Schweizerischen Lärmliga in der ETH Zürich

IG Stiller Mitglieder an dem 50-Jahre-Jubiläum der Schweizerischen Lärmliga
Beim Stehlunch der Lärmliga

 

Erfolgreiche Lärmmatinée mit 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Die Schweizerische Liga gegen den Lärm ist die älteste Lärmschutzorganisation der Schweiz. Am 30. September hat sie in der ETH Zürich ihr 50-Jahr-Jubiläum mit einer Lärmmatinée gefeiert. Rund 100 Personen folgten der Einladung und nahmen an dieser Geburtstagsveranstaltung teil.

In vier Vorträgen wurden der aktuelle Stand sowie die Perspektiven einer wirkungsvolleren Lärmbekämpfung interdisziplinär dargestellt. Nationalrat Martin Bäumle sprach zum Stellenwert der Lärmbekämpfung in der Politik. Aus Deutschland war der international bekannte Lärmwirkungsforscher Prof. Dr. Rainer Guski nach Zürich an die Lärmmatinée gereist und vermittelte aktuelle Erkenntnisse der psychologischen Lärmwirkungsforschung.

Anna Bäckman von der European Environment Agency in Kopenhagen skizzierte in englischer Sprache die Perspektiven der EU-Politik zur Lärmbekämpfung anhand der Umsetzung der europäischen Umweltrichtlinie.
Und SLL-Geschäftsführer Dr. Peter Ettler, Mitglied der Eidgenössischen Lärmkommission, griff den von Karl Oftinger vorangetriebenen Grundrechtsgehalt der Lärmdiskussion auf und zeigte anhand von Beispielen, wo die Lärmbekämpfung versagt und forderte zu einem neuen Start auf. Auch die Zürcher Baudirektorin Dr. Ursula Gut liess sich die Gelegenheit nicht entgehen und wohnte der erfolgreichen Lärmmatinée bei.

Im Anschluss an den Steh-Lunch hielt die Lärmliga ihre Jubiläums-Generalversammlung ab. Die Politiker, Behörden und Fachleute wurden aufgefordert, eine Revision der Lärmschutzverordnung LSV ins Auge zu fassen. Zudem gab der Präsident den festen Willen des Vorstandes bekannt, den Mitgliederbestand weiter zu erhöhen, damit die Lärmliga auch weiterhin den Kampf gegen unnötigen und übermässigen Lärm führen kann. Ausserdem wurde eine Resolution verabschiedet.
Bericht der Lärmliga zum 50-Jahre Jubiläum

 

Zeichnung zum Thema Lärm
Eine Kinderzeichnung zum Thema Lärm ausgestellt in der ETH Zürich.

 

Zeichnung zum Thema Lärm
Eine weitere Kinderzeichnung zum Thema Lärm ausgestellt in der ETH Zürich.

 

Robert Hofmann - Präsident der Schweizerischen Lärmliga
Robert Hofmann - Präsident der Schweizerischen Lärmliga

 

Schweizerischen Liga gegen den Lärm organisiert Lärm-Matinée in der ETH Zürich am 30. September 2006

Vielen Dank an die Schweizerische Lärmliga für den gelungenen Anlass, die interessanten Vorträge und den hervorragenden Lunch!

Mit stillen Grüssen
IG Stiller

 

Freitag, 29. September 2006
(15. September 2006)
Schweiz - Kyburg

Landbote

Leserbriefe und Reportage zum Thema Kirchenglocken-Lärm und Nachtruhe in Kyburg

Leserbriefe im Landboten vom 15. September 2006
Reportage im Landboten vom 29. September 2006 ("Eiszeit unter dem Kirchturm")

Kommentar IG Stiller: (Aus der Pressemitteilung vom 4. Oktober 2006)

"...Über den Fall wurde kürzlich (29.9.06) auch im Landboten berichtet. Dieser Artikel weist etliche Fehler auf. Es wird von Kosten von Fr. 45'000 gesprochen – dabei sind es Fr. 4'500. Zudem waren nicht 20 Einwohner sondern 22 % der Befragten für die Verschiebung des Frühgeläuts.

Bösartig und falsch ist die Bemerkung, die Klägerin höre gerne laut und oft Musik und sei daher selber schuld, dass man in Kyburg gegen sie sei. Dazu die Klägerin: „Alle, die mich nur ein ganz wenig kennen, wissen, dass ich laute Musik hasse und so oder so praktisch nie Musik höre, denn ich schätze die Stille.“ ..."

 

Freitag, 29. September 2006
Schweiz - Wil SG

Wiler Nachrichten

Wil : IG Stiller will Kirchenglocken-Geläut "bodigen"?

IG Stiller 'bodigt' Kirchenglocken in Wil SG?

"...Und wenn in Wil es die IG Stiller doch endlich. schafft, das Kirchenglockengeläut zu "bodigen", erinnert der Muezzin daran, dass es doch noch ortsansässige Gläubige gibt..."

Die IG Stiller will keine Kirchenglocken 'bodigen' - Wir möchten nur Nachtruhe.

Ferner haben wir seit der Gründung der IG Stiller diverse Male klargestellt: Alle religiösen Gruppierungen, seien es islamische, hinduistische, buddhistische, christliche oder andere, müssen sich an die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit halten!


Sehen Sie dazu z.B.: Religionsfreiheit ja - aber die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten gehen vor. (Bischof Kurt Koch: «Ich würde den Muslimen zugestehen, ein Minarett zu haben» )

 

Freitag, 22. September 2006
Schweiz

Nachtruhe.info / Gästebuch

Tradition um der Tradition willen ist purer Fundamentalismus

Es ist 12 Uhr mittags. Unüberhörbar. Die Kirchen beschallen Stadt und Land, auf dass kein Fleckchen Erde von ihren Segnungen verschont bleibe. Wie lange wird es noch dauern, bis dieses Geschepper als das entlarvt wird, was es ist: der ganz normale Wahnsinn!

Glocken erinnern uns an die eigene Vergänglichkeit, sagen die Kichen. Tatsächlich erinnern sie damit nur an ihre eigene Intoleranz. Wenn irgendeine andere Gruppierung auf die Idee käme, ihre Weltanschauung mit einer derartigen Unverfrorenheit und Penetranz zu verbreiten, würde ihrem Treiben sofort von amtlicher Seite ein Riegel vorgeschoben. Für die Kirchen gelten andere Gesetze. Vielmehr gelten gar keine Gesetze. Sie machen sich ihre eigenen.

Gott braucht keinen Lärm. Den braucht nur sein selbstherrliches, borniertes Bodenpersonal. Dass dieser von Menschen erdachte Krach schon seit Jahrhunderten andauert, macht die Sache keinesfalls besser. Tradition um der Tradition willen, ist kein Wert an sich, sondern purer Fundamentalismus.

Ein Eintrag aus unserem Gästebuch

 

Freitag, 15. September 2006
(14. September 2006)
Schweiz

Weltwoche
(von Peter Bodenmann)

Alt SP-Präsident Peter Bodenmann zu Muezzin- und Glockenlärm

Peter Bodenmann über Glockenlärm und Muezzin-Lärm

"...Und zur Unzeit wird weder geläutet, noch hat irgendein Muezzin die Ruhe von uns Nachbarn zu stören..."

Dieser Aussage kann sich die IG Stiller natürlich 100% anschliessen!

 

Donnerstag, 14. September 2006
(1. September 2006)
Schweiz - Schaffhausen, Wil, Trogen

Tagblatt.ch
(Offener Brief von Konrad Noll)

Offener Brief an das «10vor10»-Team von einem Glockenlärm-Befürworter

Zum Bericht in «10vor10» über die Kirchenglocken in Trogen und Wil vom 29. August

Leider haben Sie Ihr Versprechen nicht eingehalten, einen neutralen Beitrag über das Thema zu senden, damit sich die Zuschauer ein eigenes Urteil machen können. Tatsächlich war schon die Ankündigung des Beitrags am Beginn der Sendung, mit «Aufhören bitte . . .» einseitig appellativ; und im Beitrag selbst hatten die Glockengegner mehr Redezeit und wurden auch durch die Fragetechnik und die Kommentare des Journalisten unzweideutig unterstützt.
Die Glockenlärm-freunde kamen weniger zu Wort weil Sie schlicht keine Argumente haben dafür haben, warum wir Nacht für Nacht durch den Viertelstunden-Schlag an einem gesunden Schlaf gehindert werden sollen.
(Ausser das fadenscheinige Argument der
Tradition: Früher wurde von Hand geläutet, mit viel kleineren Glocken! Was ist mit dieser Tradition geschehen?)

Warum stellen sich Medienschaffende, wie Sie, meist gegen alte und schöne Traditionen, die von einer Mehrheit geschätzt werden? Ist es der alte Anti-Heimelig-Reflex, oder in diesem Fall, die Anti-Kirchen-Tendenz von vielen Journalisten?
Heimelig ist ein guter Schlaf - die viertelstündlichen Weckschläge verhindern den.

Warum unterstützen Sie die Intoleranz einer egozentrischen Minderheit, die freiwillig in die Nachbarschaft einer Kirche zog und dann diese historische Umgebung nach ihrem Willen umformen möchte? Mit der gleichen egoistischen Logik könnte man auch alle Biotope (quakende Frösche), Bauernhöfe (Milchkannen, Kuhglocken und Hähne), Kinderspielplätze und Festveranstaltungen usw., usf. verbieten . . .
Egozentrisch sind Sie Herr Noll. Sie wollen uns einfach nicht ungestört schlafen lassen!
Froschgequake lässt sich nicht verhindern, und ist natürlich. (Traditionellerweise seit es Frösche gibt!) Hähne krähen nicht jede Viertelstunde während der gesamten Nacht. Kinder schlafen während der Nacht (vorausgesetzt wir lassen Sie schlafen, also ohne dem nächtlichen Zeitschlag!) Festveranstalter müssen sich an Dezibelgrenzen halten und Bewilligungen einholen. (Ferner dienen Festveranstaltungen einem wirtschaftlichen Zweck.) Bei Kuhglocken haben Sie allerdings recht: Kuhglocken sind Tierquälerei und haben während der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeit (22.00 - 07.00) nichts in Wohngebieten zu suchen!

Vielleicht werden Sie jetzt einwenden, dass auf den nächtlichen Glockenschlag leicht zu verzichten wäre, weil ja alle eine Uhr zuhause haben. Aber ist das nicht etwas zu kurz gedacht? Natürlich haben die meisten Leute eine Uhr. Aber ebenso haben fast alle eine Küche. Soll man deswegen die Wirtshäuser verbieten? Das nächtliche Zeitzeichen ist, wie ein Wirtshaus, zwar nicht zwingend notwendig, aber eine sozial und kulturell verbindende Institution. Seit dem Mittelalter gehören nächtliche Glockentöne zur vertrauten Klangheimat unserer Siedlungen und haben sich tief in das kulturelle Gedächtnis eingegraben.
Ganz genau: die viertelstündlichen Weckschläge sind in der Tat überflüssig da heutzutage wirklich nahezu alle Bürgerinnen und Bürger eine Uhr zu Hause haben.
Wie um Himmelswillen können Sie eine private Küche mit einem öffentlichen Wirtshaus vergleichen?
Wie schon oben erwähnt wurden im Mittelalter die Glocken von Hand geschlagen. Und die Glocken waren viel kleiner und somit auch viel weniger laut! Ferner gibt es den nächtlichen Zeitschlag in vielen Gemeinden erst seit dem letzten Jahrhundert.

Zahlreiche Romane, Opern, Sagen und Kinderbücher zitieren das bezaubernde Glockenschlagen zur «Geisterstunde». Wollen wir wirklich, dass unsere Kinder so liebenswerte Klassiker, wie Ottfried Preusslers «Das kleine Gespenst», nicht mehr verstehen können? Und was wäre eine Silvesternacht ohne zwölf Glockentöne zur Mitternacht, und was ein Basler Morgestraich ohne das Vier-Uhr-Schlagen?
Tatsächlich können wir damit leben wenn unsere Kinder "Das kleine Gespenst" nicht ganz verstehen - wir möchten nämlich dass unsere Kinder während der Nacht schlafen! Glockengeläut können sie während des Tages mehr als genug hören. Unsere Erfahrungen zeigen aber dass Kinder im allgemeinen keine Interesse an Glockenklängen haben.
Um Mitternacht läuten die Glocken leider nicht nur zwölf Mal - sonden mindestens 20 Mal. (8 Ankündigungs-Schläge dass man auch wirklich aufwacht, und dann erst die 12 Zeitschläge.) In Wil SG gibt es einen Kirche die gar 12 Ankündigungsschläge und dann erst die 12 Zeitschläge schlägt - also 24 Schläge + die 20 der anderen Kirche + die dritte Kirche. Alles wild durcheinander. Unmöglich zu unterscheiden z.b.vom 23-Uhr Lärminferno. Völlig ausgeschlossen herauszufinden ob es nun 23.00 oder 24.00 ist - was wir aber auch gar nicht wissen wollen; wir wollen nämlich während der Nacht s c h l a f e n !

Der ideelle Wert von Glockenklängen kann nicht in Franken oder Dezibel angegeben werden, aber die Entspannung und Freude, die viele Menschen durch diese vertrauten Klänge erhalten, wird belegt durch zahlreiche Zeugnisse. Denken wir nur an Anne Frank, für die die Glockentöne der benachbarten Amsterdamer Kirche immer ein Trost- und Hoffnungszeichen gewesen sind. Zum viertelstündlichen Glockenklang vom nahen Westerturm schreibt Anne Frank in ihr Tagebuch: «Mir hat es sofort gefallen, und besonders nachts ist es so etwas Vertrautes.»
Natürlich kann der nächtliche Glockenzeitschlag in Dezibel angegeben werden. In Wil SG zum Beispiel in der Mitte einer Wohnung gemessen erreicht der Stundenschlag 80 Dezibel - mitten in der Nacht!
(Messung der IG Stiller, notariell beglaubigt; Kopien der entsprechenden Dokumente können bei uns angefordert werden.)

In diesem Sinne bitte ich das «10-vor10»-Team darum, bei diesem Thema nicht wieder einseitig gegen unsere alte Glockenkultur zu arbeiten.
Niemand arbeitet gegen die "Glockenkultur" - wir arbeiten für die älteste aller Traditionen - die der Nachtruhe!

Konrad Noll, Schaffhausen

IG Stiller

 

Dienstag, 12. September 2006 Schweiz

Tages Anzeiger

Reaktionen auf die geplanten Lärmgrenzwerte für Rasenmäher

Kirchenglocken die Tag und Nacht nerven gehören in die LSV!

Wo bleiben die Lärmgrenzwerte für Glockenlärm, der in vielen Orten die ganze Nacht - jede Viertelstunde - den erholsamen Schlaf stört!?

 

Dienstag, 12. September 2006
(10. September 2006)
Schweiz

NZZ am Sonntag

Reaktionen auf Bischof Kurt Koch's 'Toleranz gegenüber den Minaretten' in der Schweiz

Sowohl Glockengeläute wie auch Gebetsruf des Muezzins abstellen!

"...Am besten verzichten die Kirchen auf ihr Glockengeläute und die Muslime auf ihre Gebetsrufe."

In der Tat: In einem Land mit Religionsfreiheit wie dem unseren, ist dies ist die einzig realistische Lösung des 'religiösen Lärmproblems'!

 

Sonntag, 10. September 2006
(8. September 2006)
Schweiz

Pressemitteilung IG Stiller

Pressemitteilung IG Stiller

Religionsfreiheit bis zur Ruhestörung?

Für Sonntag, den 27.8.06 kündigte die Pfarrei der katholischen Kirche St. Aposteln in Köln an, um 4:30 Uhr nachts die dort angebrachte Weltjugendtagsglocke zu läuten. 500 jugendliche Gläubige würden vom Kölner Marienfeld, dem "Papsthügel", zum Kölner Dom pilgern und in der Nacht an der Kirche Station machen. Wie der Landesverband Nordrhein-Westfalen der IBKA (International League of Non-Religious and Atheists) am 25.8.06 bekannt gab, wehrt sich der Verband gegen das nächtliche Läuten der 6 Tonnen schweren Glocke unter dem Titel „Ruhestörung ist keine Religionsfreiheit“

Minarett und Muezzin

Wie Gerichtsurteile in den USA, Grossbritannien und Deutschland zeigen, kann wegen der Religionsfreiheit in der „freien“ westlichen Welt der Bau von Minaretten genauso wenig verhindert werden wie der Ruf des Muezzins. Wenn nachts die Kirchenglocken geläutet und geschlagen werden dürfen, werden unsere Gerichte nicht umhinkommen, auch den Ruf des Muezzins nachts zuzulassen.

Brief ans BUWAL

Bezüglich dem „Grenzwert“ für die Beurteilung nächtlichen Kirchenglockenlärms gibt es Unstimmigkeiten zwischen dem BUWAL und der Fachstelle Lärmschutz des Kantons Zürich. Im Gegensatz zum Bundesamt beurteilt die zürcherische Umweltschutzbehörde nächtlichen Glockenlärm von 60 dB als zu hoch. Wie das BUWAL mit Brief vom 7.6.06 bestätigt hat, wurde dieser „Grenzwert“ von Studien mit Fluglärm abgeleitet. Dies ist wissenschaftlich nicht vertretbar. Die IG Stiller stellt dazu in ihrem Brief ans BUWAL fest:

Erstens ist dieser Wert auch für Fluglärm zu hoch und zweitens ist Glockenlärm nicht dasselbe wie Fluglärm. Während der Lärm eines Flugzeuges langsam anschwillt, schwillt der Lärm bei einer Glocke ähnlich wie bei einem Wecker sofort steil an. Da für eine Aufwachreaktion weniger der absolute Wert sondern vielmehr die Differenz pro Zeiteinheit wichtig ist, darf Fluglärm unter keinen Umständen mit Glockenlärm verglichen werden. … Da die wissenschaftliche Beurteilung nächtlichen Glockenlärms durch Ihr Amt und die zürcherischen Lärmschutzstelle (und die IG Stiller) weit auseinander liegen, fordern wir eine klärende Untersuchung oder eine Expertise zur Lösung des Problems.“ (Details siehe Nachtruhe.info - Eintrag vom 20.8.06)

Sind Tierglocken Tierquälerei? Wissenschaftliche Untersuchung läuft

Beobachtungen an Menschen zeigen, dass diese nur selten Glocken tragen. Menschen hängen sich höchstens kurzfristig eine Glocke um – meist zu Macht- oder Freudedemonstra­tionen. Längerfristig ist das Glockentragen einfach zu lästig und zu laut. Viele Tiere müssten einen Pamir tragen, wenn sich die SUVA der Sache annehmen würde. Aber die Tiere leiden nicht nur akustisch unter den Glocken sondern auch mechanisch, z.B. durch Reibung. Schlimm ist ausserdem, dass die Tiere teilweise das ganze Leben lang Glocken tragen müssen - Tag und Nacht - von kurz nach der Geburt bis zum Gang zum Schlachthof. Die IG Stiller ist deshalb ans Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) gelangt und hat wissenschaftliche Untersuchungen gefordert. Wie uns das BVET am 31.8.06 mitgeteilt hat, läuft bereits ein solches Projekt in Zusammenarbeit mit der ETH.

50 Jahre Schweizerische Liga gegen den Lärm

Am Samstag, dem 30.9.06, findet an der ETH in Zürich um 9.45 Uhr die Jubiläumsveranstaltung der Liga statt. Anmeldung und Information über die Homepage der Schweizerischen Lärmliga.

Glockengeläut vertreibt Urlaubsgäste: 56'000 Euro Schadensersatz gefordert

Wie Tirol.com am 4.8.06 berichtete, versteht ein junger Bauer im Pustertal die Welt nicht mehr. Im Sommer weiden 20 seiner Kühe auf der Wiese oberhalb seines Hofes. Der Lärm der Kuhglocken stört die Gäste einer angrenzenden Pension. Viele sind deshalb vorzeitig abgereist. Deshalb ist der Bauer jetzt mit einer Schadesersatzforderung von 56'000 Euro konfrontiert.

Tierglocken sind auch in Deutschland ein Problem: Ein Lärm gestörter Nachbar ist gegen einen Landwirt vor Gericht gezogen und hat Recht bekommen. Er hat einen Anspruch auf Unterlassung dieser für das Sauerland ungewöhnlichen Lärmbelästigung in der Zeit zwischen 20.00 Uhr und 7.00 Uhr. Tagsüber erlaubte der Richter dem Landwirt, den Kühen eine kleine (!) Glocke umzuhängen. Obwohl Glocken im Appenzellerland nicht unüblich sind, ist das schweizerische Bundesgericht 1975 im Fall Speicher zum gleichen Schluss gekommen (BG 101 II 248).

St. Gallen: Lärmige Stadt – muss das sein

An der Veranstaltung der Fachstelle Umwelt und Energie der Stadt war auch die IG Stiller vertreten. Den Bericht des Tagblattes (laute Worte gegen Lärm) findet sich auf Nachtruhe.info (Eintrag vom 26.8.06).

Gossau ZH: Beschwerden und Rekurse häufen sich

Nachdem der Kläger im Frühjahr 2006 vor Bundesgericht verloren hat, wird allgemein angenommen, dass gegen den nächtlichen Zeitschlag kein Kraut gewachsen ist. Das ist – wie auch der Fall Wiesendangen zeigt – nicht richtig. Würde nämlich jemand klagen, welcher in unmittelbarer Nähe der Kirche wohnt, so würde das den Rahmen des vertretbaren Lärms sprengen, wie das zürcherische Verwaltungsgericht festgestellt hat. Der Kläger von Gossau hat deshalb schon 2005, nach Bekannt werden des Urteils des Verwaltungsgerichtes, einen Mitkläger in der Nähe der Kirche gesucht und gefunden.
Nachdem diese zweite Klage von der Gemeinde nicht innert nützlicher Frist behandelt wurde, hat sich der Kläger ans Bezirksamt gewendet. Hier wurde er kurzerhand mit der Bemerkung abgewiesen, Kirchenglocken verursachten keinen Lärm. Dies hat dem Amt ein Verfahren wegen Rechtsverweigerung eingetragen. Unterdessen hat die Gemeinde reagiert und den beiden Klägern kurzerhand das Klagerecht abgesprochen. Im einen Fall mit der Begründung, dass der Hausbesitzer nicht selber im Haus neben der Kirche wohne, im anderen Fall, weil der Kläger zu weit weg wohne.

Wegen der Verzögerungstaktik der lokalen Behörden müssen die Kläger immer wieder Beschwerden und Rekurse einreichen. Zurzeit sind es deren vier. Betroffen sind neben dem Gemeinderat auch der Präsident der evangelischen Kirche, wie uns die Kläger von Gossau mitgeteilt haben.

 

Sonntag, 3. September 2006 Schweiz NZZ am Sonntag
(Heidi Gmür, Pascal Hollenstein)

Bischof Kurt Koch: «Ich würde den Muslimen zugestehen, ein Minarett zu haben»

Bischof Kurt Koch setzt sich dafür ein, dass Muslime Minarette als «Zeichen ihrer Identität» bauen dürfen. Er warnt vor einer Gleichsetzung von Islam und Terror und ist verärgert über den Umgang Blochers mit Gegnern des Asylgesetzes

NZZ am Sonntag: In Wangen bei Olten, in Langenthal und jetzt auch in Wil (SG) wollen Muslime ein Minarett bauen und stossen auf massiven Widerstand. Können Sie das Bedürfnis der Muslime nachvollziehen?

Bischof Kurt Koch: Ich glaube, die Auseinandersetzungen um die Minarette sind letztlich nur ein Fieber, Ausdruck einer viel tiefer liegenden Grippe. Denn diese Bauten machen letztlich ja nur etwas sichtbar, was schon lange da ist. Ich glaube, dass in der Bevölkerung einfach sehr viele Ängste vorhanden sind. Über diese Ängste müsste man sprechen, die sind sehr verschieden.

Darauf werden wir noch zu sprechen kommen. Vorerst: Haben Sie Verständnis für den Wunsch der Muslime?

Ein Minarett ist für sie natürlich ein Zeichen der Identität. Wenn man einer christlichen Kirche sagen würde, ihr dürft eine Kirche bauen, aber keinen Turm - da würde man sich auch fragen: Wo ist eigentlich das Problem?

Ein Kirchturm-Verbot würden Sie als Katholik nicht akzeptieren. Müssen die Muslime akzeptieren, dass man es ihnen verbieten will?

Insofern, als ich eigentlich erwarten würde, dass auch in muslimischen Ländern die Religionsfreiheit für Christen gelten sollte. Der Bischof von Arabien beispielsweise darf in gewissen Ländern keine Eucharistie feiern. Das sind offene Fragen, die man stellen können muss.

Diese Egalität wird nicht so schnell hergestellt sein, die Frage nach dem Minarett stellt sich aber hier und jetzt. Zu welcher Antwort raten Sie?

Ich würde den Muslimen zugestehen, ein Minarett als Zeichen der Identität haben zu können. Generell aber rate ich, nicht nur über das Minarett zu sprechen, sondern darüber, was sich hinter dem Konflikt verbirgt.

Sie haben dafür das Bild einer Krankheit gebraucht.

Ja. Angesichts dieses Konflikts wird mir schon etwas Seltsames bewusst. Unsere ganze Gesellschaft ist voller Symbole, jeder Verein hat sein Symbol, der Staat hat Symbole, auch die Werbung. Das ist alles kein Problem. Es fokussiert sich alles auf die religiösen Zeichen. Da wird eine sehr ambivalente Haltung zum Phänomen der Religion überhaupt sichtbar, die sich jetzt konkretisiert bei den Minaretten...
In der Tat; unsere ganze Gesellschaft ist voller Symbole. Allerdings machen praktisch nur die religiösen Zeichen wie Muezzin und Kirchenglocken Lärm!

...Der Rat der Religionen, dem auch Sie angehören, hat das Tragen religiöser Symbole wie Kreuz oder Kopftuch jüngst als Teil der Religionsfreiheit explizit verteidigt - solange nicht die Überzeugung anderer verletzt werde. Wo ist diese Grenze überschritten?...
Diese Grenze ist zum Beispiel dort überschritten wo Menschen durch religiösen Lärm (seien es durch Kirchenglocken oder durch Muezzin-Gesänge) am Schlafen gehindert werden!

Ganzer Artikel in der NZZ am Sonntag


Dazu auch Erwin Böhi, Kantonsrat, Wil SG:

"...Die christlichen Kirchen kämpfen nicht nur gegen die sinkende Zahl der Gläubigen, sondern sehen sich auch grundsätzlicher Opposition gegenüber, die sogar ihre Symbole wie das Glockengeläut in Frage stellt..."


Früher oder später wird es immer mehr Moscheen in der Schweiz geben; der Gebetsruf des Muezzins steht kurz bevor. Die viel zitierte Religionsfreiheit wird bald zum Problem werden: Noch dürfen viele Kirchen während der Nacht die Zeit schlagen. Vertreter von anderen Religionen werde ihrerseits auf die Religionsfreiheit pochen - und schlussendlich vom Bundesgericht recht bekommen:

Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.

Bundesverfassung: Artikel 15, Absatz 2

Nur mit einem offiziellen Nachtruhegesetz (bzw. konsequenten Einhaltung der bereits bestehenden Lärmschutzverordnungen...!) können wir der unmittelbar bevorstehenden Gefahr durch noch mehr religiösem Lärm Einhalt gebieten!

Wir von der IG Stiller fordern die Einhaltung der gesetzlich vorgeschrieben Ruhezeiten während der Nachtruhe und am Wochenende. An diese Ruhezeiten haben sich alle religiösen Gemeinschaften strikte zu halten, egal ob christlich, islamisch, buddhistisch, hinduistisch usw.

Religionsfreiheit ja - aber die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten gehen vor!